Australien ist großartig …

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… auch im Regen ! Ja, wir sind ziemlich happy und ohne Heimweh nach schaukelndem Boot. Nach unserem erstem ALDI – Einkauf und der Nacht mit den Kakadus sind wir weiter Richtung Sydney gefahren. Unterwegs Knubber-Kirschen gekauft, schwarz – groß – süss – saftig – welch ein Genuss nach fünf Jahren ohne. In einem kleinem Städtchen Campingplatz geentert und am nächsten Tag war wir dann in Newport – ca. 900 km von Melbourne entfernt. Dort erwarteten uns Regina und Michael von der SY Anico. Nach einem gemütlichen Sundowner direkt am Hafen durften wir dann eine Nacht auf dem Marina-Parkplatz stehen. Am nächsten Morgen wurden wir hinauskomplementiert, fanden aber ein nettes Straßenplätzchen in einem ruhigen Wohngebiet in der Marinanähe. Am 31. fuhren wir vier dann per Bus ca. 50 min in die großartige Stadt Sydney – gemeinsam mit weiteren 999.999 Touris. Nach einem Bummel durch das City-Center machten wir uns am Nachmittag auf Richtung Wasser. Zu diesem Zeitpunkt war das Gelände um die Oper schön wg. Überfüllung gesperrt. Also zogen wir zu den Rocks. Die besten Plätze waren da natürlich auch schon belegt, aber so ca. 100 m vom Wasser weg – mit direktem Blick auf die Harbour-Bridge – konnten wir unsere Zelte aufschlagen… will heißen, Silke opferte ein altes Tuch, welches auf dem (heißen) Asphalt ausgebreitet wurde. Es wurde nicht langweilig, allein aufgrund der ca. 2,5 Millionen ‘Mit_Camper’ ….. Kunstflugschau, Schiffsparaden, vier ewig kreisende Polizeihubschrauber , nein die Zeit wurde nicht lang, bis um 21:00 das erste Familien – Feuerwerk begann. Es blieb warm und trocken und ruhig und friedlich – ein Sylvester ohne Alkohol ! Dann das sensationelle Mitternachtsfeuerwerk, 12 min lang und 5 Mio Euronen teuer. Unvorstellbar und unbeschreibbar, man sollte das einmal im Leben sehen…. Am 1. fuhren wir dann ein Stück nordwärts, zur Landzunge ,THE ENTRANCE ‘ – Betrieb wie in einem Ostseebad bei Traumwetter. Wir hatten Glück und fanden auf einem Campplatz direkt am Wasser den letzten freien Platz- aber Schluck, ca. 50 ? für die Nacht. Bei einsetzendem Regen ging es dann gestern Richtung BLUE MOUNTANS , wo wir mitten im Wald einen kostenfreien Platz genießen diurften. Inklusiv Blutegel, Mücken und noch so einigem Getier…. Aufgrund des schlechten Wetters sind wir heute wieder Richtung Sydney, wo wir vor einem kleinem Zoo stehen, in dem wir Koalas und Kängeruhs gestreichelt haben. Morgen gehen wir noch etwas näher Richtung Stadt, für die wir mindestens 2 tage eingeplant haben.. Fair Winds


Australien

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Nur kurz: Sind gut angekommen. Camper ist klasse. Haben letzte Nacht
gemeinsam mit Hunderten Kakadus und Rosellas unter 25 MMillionen
Jahre alten Eukalyptus Bäumen verbracht. Auch ein Busch Känguru hat
Moin gesagt. Wir sind begeistert!
Fair Winds


Zeit des Dankes !

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Die letzten Tage auf TAMORA als Gäste sind schnell gekommen. Zeit um Danke zu sagen !

DIR, meiner geliebten Silke, meiner Partnerin in allen Lebenslagen, meiner äußerst verlässlichen Capitänin und Organisatorin, sage ich ein riesengroßes Dankeschön !
Auch für Dein Vertrauen, mit mir diese Fahrt in das Ungewisse zu wagen. Dafür hast Du viel aufgegeben !
Ohne Dich wäre diese Reise nicht möglich gewesen, ohne Dich wäre sie weniger als halb so schön gewesen !

WIR danken unseren Familien, die nahezu alle dieses Abenteuer unterstützt haben und uns, falls es einmal nötig war, auch ihre moralische Unterstützung mitgaben.

Ein besonderer Dank geht an Tochter Julia für das Post-Setting, an Bruder Jochen für viele Dinge, an Rieke für ihre aufopferungsvolle Pflege unserer BELLA, an Dierk – der leider nicht mehr unter uns weilt – für seine zusätzlichen Wetter-Settings bei der Pacificquerung. Danke !

Wir danken unseren Freunden und Segelkameraden vom YFT. Allein der Abschied bei unserem Start wird unvergäßlich bleiben !

Auch den Landratten, unseren Freunden, ein grosses Dankeschön: Britta & Marco für das Haus + Garten -Sitting; Sandra & Paul für viel Arbeit an unserer Hompage; Segelfreund Tim für die Hilfe bei den Blogproblemen und ganz besonders Carola & Ralf, die auch mit dafür sorgten, das unser Heimweh nicht einschlief…. Und natürlich unsrem Freund Walter für das teilweise nervige Pacific-Watching !

Und wir sagen unseren zahlreichen – bekannten wie unbekannten – Fans DANKE! Es war für uns überwältigend, wie viele unbekannte Ratgeber plötzlich da waren, als wir in der Karibik die Motor bzw. Dieselprobleme hatten !
Wir haben uns über JEDEN Gästebuch-Eintrag gefreut, wie zB von Uta und Hans-Jürgen oder von Monika aus Lübeck, die uns von Beginn an begleiteten (wir bitten Monika um Kontaktaufnahme per Email, wenn wir wieder zu Hause sind)

Bitte seht uns nach, das wir nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen geschrieben haben. Das haben wir gern anderen überlassen.
Wir wollten ehrlich und autentisch bleiben. Wenn viel Mist war – zB wochenlanger Regen oder Starkwind – habt ihr das gelesen !

Einen Dank und liebe Grüße geht an alle Segelfreunde, die wir unterwegs trafen und schätzen lernten. Ohne Euch wäre mancher Ankerplatz viel öder gewesen. Und ein ganz besonderer Dank an unsere Freunde Andrea & Heinz von der SY Yapyum. Ohne sie wäre der Kabelbrand Weihnachten 2013 in ein fürchterliches Chaos geraten!

Und wir sind einem besonderen Menschen und seinen Mitarbeitern sehr dankbar: Henry Amel, der leider auch nicht mehr auf dieser Welt ist. Er hat ein gutes und sehr starkes Boot konstruiert und gebaut.
Natürlich hatten auch wir genügend technische Probleme, wie nahezu alle anderen auch. Nach dem Motto: Was an Bord ist, geht auch kaputt !
Aber was für die Sicherheit entscheident ist, Rumpf und Rigg, waren wir immer auf der sicheren Seite. Wie sagte Silke immer: Unsere Trutzburg !
selbst bei unseren Atlantikstürmen mit 45 KN und mehr oder der sehr rauhen, teilweise heftigen Pacific-Querung mit unglaublichen Bedingungen – wir fühlten uns immer geborgen !

Am Montag haben wir die letzten Pakete zur Spedition geschafft. Seit Dienstag erfolgt die Einweisung von Jemison. dem neuen Eigner von Tamora.
Jetzt freuen wir uns auf Australien und damit wohl endlich einmal wieder ein gutes Internet !
Wir werden weiterhin von dort berichten und auch endlich wieder Fotos einstellen.

Euch ALLEN wünschen wir harmonische Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein gesundes und spannendes 2016 !

fair Winds von Euren nicht mehr Tamoras
Silke & Dieter


Segeln in Neu Caledonien

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Seid drei Tagen ist nicht soviel mit segeln – es pfeift Tag und nacht mit 25 bis 30 KN. Erst am Dienstag soll es wieder etwas normaler werden. Am Freitag sind wir mit einlaufendem Wasser von der Ile de caye zu unserem alten Ankerplatz vor der Ille Uere gesegelt. ca. 26 SM, nur mit 2. Reff in der Genua in 3,5 Std, klar. Wind von achtern.

Das ist das wesentliche hier: Aufgrund der SE zu NW – Ausrichtung der Insel / Lagune und dem vorherrschendem SE macht das segeln in einer Richtung viel Spaß, in der anderen ist es viel Arbeit und viel naß, da sich bei dem kräftigen Wind auch schnell eine 2m-Welle aufbaut. Vielleicht ein Hauptgrund, das hier sehr viele Motoryachten stationiert sind.

Die Anker.- und Liegeplatzsituation in Noumea ist katastrophal. Es gibt drei Marinas, die völlig ausgebucht sind. in der Hauptmarina – Port Moussele – in der wir auch gelegen haben, gibt es einen Visitorsteg mit 50 Plätzen. Visitoren gibt es aber nur bis zum 30.11. – danach sind die Plätze fest vermietet. Dafür gab es 150 Bewerber, wovon halt 50 ausgelost werden.

Unsere Freunde von der Pascha hatten das Glück, einen Platz zu bekommen. Die zahlen für Ihre 56 F große Tayana 900,- ? …. im Monat ! Dazu gehört allerdings der Marinaservice, die Yachten im Zyklonfall von den Stegen an langen Leinen wegzuziehen, d.h. in der Hafenmitte liegt eine schwere, verankerte Kette, an denen die langen Leinen befestigt sind. Gleiches wird auch in der Marina Koumac, wor wir ja ursprünglich einen Platz reserviert hatten, bis sich Jemison anders entschied.

Übrigens ist die Zyklonsituation hier relativ entspannt. Den letzten gab es 2003. In einem El Nino – Jahr gab es hier noch nie einen, das Wasser ist ungewöhnlich kühl, ca. 23 bis 24 ° C. Das sind übrigens auch die angenehmen Nachttemperaturen, manchmal auch nur 20°. Tagsüber dagegen – wenn die Sonne scheint ( was sie in den letzten Tagen nicht macht ) ist es schon sehr heiß. Eigentlich insgesamt ein tolles uns sehr angenehmes Klima. Zumal der erste Regen seit zweo Monaten vorgestern fiel…

Übrigens in den Gesellschaftsinseln ( Tahiti ) ist die Situation ganz anders: Dort ist das Wasser ungewöhnlich warm und die Behörden warnen offiziell vor schweren Zyklonen und empfehlen den Menschen, massive Sicherungen an Dächern usw anzubringen …

Nochmal zurück zur Liegeplatzsituation: Es sind drei Ankergebiete in der Bucht ausgewiesen – nur kann man dort nicht mehr ankern. Mittlerweile liegen in diesen Gebieten ca. 200 ‘wilde’ Moorings, die auch praktisch alle belegt sind. d.h., jeder, der iirgendein boot besitzt und keinen Marinaplatz wollte oder bezahlen konnte, hat sich auf diese Art einen Liegeplatz geschaffen, die aber alle nicht zyklonsicher sind.

Der Bereich vor der Marina Port Moussele ist noch am besten Wind und Schwell geschützt. Allerdings fahren dort alle Motorgetriebenen Boote dicht vorbei, vom kleinen Angelboot bis zum riesigen Cruiser mit 2000 Gästen an Bord. Und alle kennen nur eines: Vollgas ! Unsere Freunde von dem Katamaran VELA erzählten uns gestern, sie hätten noch nie auf ihrer Reise seit 2008 soviel Glasbruch gehabt wie an diesem Platz. Auch wir hatten zeitweise das Gefühl, kurz vorm kentern zu stehen….

wir können also nur am äußeren Rand zw. zwei Moorings ankern und sind damit diesen Gasgebenden Idioten voll ausgesetzt.

Und dann müssen wir morgen noch vier schwere Umzugskartons trocken ins Dinghi schaffen, diese trocken in den Hafen bringen und beim ausladen möglichst auch nicht ins Wasser fallen lassen – und das ganze bei vorhergesagten 25 bis 30 KN Wind.

Nee, nee – ich hoffe auf einen möglichst schnell kommenden 28. – ich will hier weg !
Fair Winds


Hundeinsel oder Inselhund

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‘Unsere’ Insel ist ca. 1,5 km lang und 5 bis 800 m breit. Wie es sich für ein Naturreservat gehört, wurde das kleine darauf befindliche Resort stillgelegt. In den Bungalows macht sich der Regenwald breit. Das Hauptgebäude wirkt noch relativ frisch. Die Wäscherei ist noch voll ausgerüstet, mit Waschmaschinen, Trockner und Heißmangel. Aber ohne Strom und Wasser….
Die relativ große Lobby und /oder Restaurant ist komplett ausgeräumt, die Türen vernagelt bis auf eine, wo man ein Loch geschaffen hat. In der Lobby liegt auf den Fliesen eine einzelne Matratze, wo manchmal einer schläft …..

Sicherlich keiner der ca. 50 – 60 Besucher, die am Sonntag nach unserer Ankunft die Insel samt Kühlboxen, Zelten und Grill per Taxiboot wieder verliessen.

Außer einer ungewöhnlichen (für NC ) Fauna und Flora sowie zwei wunderschönen Stränden gibt es auf der Insel nichts. Kein Trinkwasser, keinen MC Doof oder Carrefour, nur IHN !

Das es ein Reservat ist, erkennt man auch an den beschilderten Wanderwegen rundherum – zum Teil auch durch Nickelabbauflächen, die wieder aufgeforstet werden.
Normalerweise brauchen wir für diese Wanderungen keinen Führer – aber wir hatten einen. Mit vier kräftigen Beinen, langer Rute, dickem Fell und Berhardiner/Rottweilergesicht. Wir hatten von dem ‘Braunen’ schon gehört, der wohl schon seit vielen Jahren alleine auf dieser Insel lebt. Er ernärt sich wohl überwiegend von selbstgefangenem Fisch, und natürlich von Seglern und Campern fällt sicherlich auch mal etwas ab. Auch Silke hat einen großen Topf Reis gekocht, zur Geschmacksgebung kam noch eine Dose Entenpatee mit rein (die wir nicht so gern hatten) Ihm hat es geschmeckt! Seine Danksagung war umwerfend und feucht.

Am ersten Tag sassen wir noch eine Weile mit ihm am Strand. Plötzlich entdeckte er ein Krabbenloch. Kräftig wurde gebuddelt.
Und dann ganz relax geschaut. Und richtig. Nach wenigen Minuten kam die immerhin handgroße Krabbe aus ihrer zerstörten Höhle und flüchtete gen Wasser. Kam aber nicht weit. Mit gezielten Bissen wurden die Beine entfernt. Dann die Scheren. Die wehrlose Krabbe wurde uns als Geschenk zu Füßen gelegt.

Er führt sicherlich ein Hundeleben, um das ihn viele Artgenossen beneiden könnten. Aber, seine Augen sind schon recht trüb, die linke Hinterhand will auch nicht mehr so richtig. Das erstaunlich dicke Fell ist voller Ungeziefer, die ihn quälen.

Tierfreunde haben ihm an zwei Stellen Regenwasserauffänge gebastelt. In den letzten Tagen regnet es häufiger, in den Wochen davor überhaupt nicht ….

Auch hier lassen wir mal wieder einen Freund zurück, wenn wir morgen wieder ein wenig näher zu Noumea segeln.
Am Montag müssen noch drei Pakete von der Spedition abgeholt werden. Problem ist, das wir aller Voraussicht nach keinen Marinaplatz bekommen, denn für die nächsten Tage ist Starkwind bis 35 KN vorhergesagt und die Marina wird sich dadurch nicht leeren. Normalerweise starten die Franzosen am WE in ihren Weihnachts-Sommerurlaub, aber bei den Wetteraussichten….

Als müssen wir recht ungeschützt vor dem Hafen ankern und versuchen, die Pakete möglichst trocken im Dinghi reinzubringen.
Und ebenso am Dienstag den neuen Eigner an Bord zu holen. Mist, könnte das Wetter nicht die letzten Tage etwas behutsamer mit uns umgehen?
Fair Winds


Letzte Urlaubstage !

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Schon drei Tage liegen wir jetzt vor einer traumhaften Insel in der Prony-Bay: Der Ille Casy – Pos. 22° 21,411 S 166° 50,539 E. Die Insel und das umliegende Riff sind ein Naturreservat- daher liegen wir auch nicht vor Anker, sondern an einer starken Mooring aus dickem Drahtseil.

Unglaublich, was sich hier an Fischen tummelt. zB haben wir so große Papageienfische noch nie zuvor gesehen – die dürfen sich hier entwickeln und wachsen, woanders wären sie schon längst auf dem Gill gelandet. Unterm Schiff leben Gelbflossentunas und Rochen. Ein kleines Paradies ! Nach dem Krach und dem Wellenschlag nach zu urteilen, sind in den Abendstunden offensichtlich auch größere Räuber unterwegs, die sich am gedeckten Tisch gütlich tun. Nein, Capitänin Silke möchte dann nicht mehr ins Wasser. !

Nachdem es jetzt fast einen Monat ordentlich geblasen hat, ist jetzt eine schwächere Windphase da, die allerdings auch mal den einen oder anderen Schauer im Gepäck hat. Der erste Regen seit Wochen ! Wir waren ganz froh darüber, das die Salzkruste mal vom Boot gewaschen wurde…

Naja, und wie üblich, auch hier natürlich kein Internet ! Ist schon ein wenig doof, abgesehen von den nicht einstellbaren Fotos können wir wichtige Dinge wie Telefon, Simkarten, Müllabfuhr usw wahrscheinlich erst ab Australien erlledigen. Jetzt hätten wir so viel Zeit dafür …

Abgesehen davon, das hier ab Donnerstag die Weihnachts.- / Sommerferien beginnen, deutet nicht viel auf das Fest der Feste hin.
In Noumea gibt es keinen Tannenbaum oder so. In den Supermärkten werden nicht bezahlbare Süssigkeiten – überwiegend aus dem hause Lindt feilgeboten – aber die Paletten wurden kaum leerer…

Am 22. kommt Jemison eingeflogen. Am 23. soll das Boot zollmäßig überschrieben werde, vorausgesetzt, die finanzielle Transaktion ist bis dahin abgeschlossen. sonst wird es verdammt eng. Also immer noch ein wenig Stress….

aber wenn alles klar geht – wovon wir ausgehen – sind wir vom 23. an nur noch Gäste auf Tamora. Das wird bestimmt komisch sein.
Dann wünsche ich mir, das ganz schnell der 28. ist !

Euch noch eine tolle Adventszeit !
Fair Winds


Kanackenland oder die größte Lagune der Welt

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Ja, so ist das, wenn man(n) Versprechungen macht. Von wegen in ein oder zwei Tagen folgt der Blogeintrag …. Sorry,sorry,sorry ! Es ist in den letzten vier Wochen so viel passiert, das ich überhaupt nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll ! Mit Noumea: Wird hier auch die WEISSE Stadt genannt. Nicht weil die Gebäude schön weiß sind – sind sie eher selten – sondern weil die Bewohner praktisch nur aus Weissen ( Franzosen ) besteht. Klar sieht man auch mal Farbige, eben die Kanacken, wovon die meist jüngeren Weiblichkeiten irgendwo einen Jo haben und am Stadtrand leben oder Männlichkeiten, die als Schnorrer durch die Parks ziehen. Noumea ist eine quirlige Hafenstadt mit sehr viel mittelständischer
Industrie in den Außenbezirken. Ein guter Segelfreund aus Tahiti sagt, das hier richtig Geld verdient wird, Papeete sei dagegen ein verschlafenes Nest. Für uns bedeutet das, das wie üblich bei unseren Nachbarn, nur sehr wenige Menschen englisch sprechen. Aber meine sprachtalentierte Capitänin kommt da immer besser mit klar – ich
verstehe nur ‘Bahnhof’….. Allerdings hat dieser hohe Lebensstandard für uns einen immensen Nachteil: Es ist alles wahnsinnig teuer ! ca. das 2 bis 3fache gegenüber unserem deutschen Preisniveau. Am schlimmsten sind die Preise für Obst und Gemüse: z.B 1 kg Äpfel aus NZ 5 bis 6 ?. Eine Papaya ( die hier wächst !) ca. 8 ? In Fiji gab es einen ganzen Zentner dafür ! Eine Ananas ca. 10 ?. Und der Käse – natürlich fantastisch – rund 25- 50 ? /kg. Dennoch führen wir ein Leben wie Gott in Frankreich! Morgens ein frisches Baquette und Croissaunt – jedenfalls bis heute, denn morgen früh verlassen wir die Zivilisation. Unsere Freunde sind mittlerweile alle in AUS oder NZ – wir sind immer noch hier. Noch ein Thema, welches uns hier aus besonderen Gründen sehr belastet, ist das Internet. Man ist der Meinung, man kommt in eine Weltstadt und ist dann internetmäßig in der 3. Welt ! Ach, war Fiji toll! Es gibt ein – sogar kostenfreies – Marinawifi. Mit ganz viel Glück kann man damit nachts um 3:00 seine Mails abrufen. Aber wirklich nur mit viel Glück ! Also haben wir uns von dem Monopolisten (hier in der Stadt) POST einen Account gekauft. Der geht nach Volumen und Zeit. Man kann eine oder 24 Std abrufen und mit ganz viel Glück auch hier klappt es.Wenn auch gaaaanz langsam. Dann gibt es noch einen freien Anieter, der sein Funkmasten nur am Stadtrand aufstellen darf dank Postmonopol. Zeitweise ist das recht gut, meistens aber auch schlecht – allerdings
soll es Abschnitte geben, wo es gut arbeitet. Dafür kostet dann ein Monat preisgünstige 100,-? !- Für eine Woche hatten wir einen erstaunlich günstgen Mietwagen. Einen fast neuen Ford-Fiesta. Seitdem sind wir Fiesta-Fans. Fahrer und Beifahrer haben Platz wie in meinem geliebten Audi A 6 ! Und das in einem Kleinwagen mit 5 ltr Verbrauch, toll ! Neu Kaledonien ist ca. 700 km lang und i.M. 150 km breit mit seht unterschiedlichen Zonen. Wir haben schon schönere und interessantere Inseln erkundet, dennoch ist diese Vielseitigkeit schon beeindruckend. Am nachhaltigsten werden uns die Berge – die sich praktisch über die ganze Insel ziehen – in Erinnerung bleiben. Nicht wg. ihrer Schönheit,
sondern wie sie umgegraben werden. Praktisch überall wird Nickel abgebaut – ist in jedem Eurostück enthalten. Dank der o.a. Verständigungsprobleme konnten wird nicht wie üblich intensiv in die Kultur ect einsteigen. Nur so viel: Wenn ich Kanacke wäre, ich würde auch heftigst dagegen protestieren, wie meine Heimat ausgebeutet wird und ich selbst davon wahrscheinlich kaum profitiere !

Und was ich Euch jetzt erzählen muss, ist der Grund unserer langen ‘Abwesenheit’ und der Grund warum wir noch hier sind .. und es fällt mir schwer: Unsere TAMORA hat ab Weihnachten einen neuen Eigner! Es gab dafür mehrere Gründe. 41 Fuss sind auf der Ostsee recht ordentlich. Für das Langzeitsegeln mit zunehmendem Alter zu klein ! Ihr glaubt nicht, wie oft ich mir den Kopf blutig stosse. Ich bin- im Gegensatz zu meiner lieben Capitänin – a bisserl segelmüde. Und es spielten auch kaufmännische Überlegungen eine Rolle. Boot und Motor sind 33 jahre jung. Die Segel sind nach mehreren Jahren Mittelmeer, fünf Jahren Ostsee und rund 23000 SM Langfahrt auch müde…. So kam halt eines zum anderen welches uns mit einem netten Amerikaner Namens Jemison zusammenbrachte.
Tamora wird zukünftig unter amerikanischer Flagge und anderem Namen über die Weltmeere ziehen. Das Boot ist keinesfalls verschlissen, sondern HEUTE noch in einem Top-Zustand, wie ein Gutachten ergab, das Jemison in Auftrag gegeben hatte. Hier macht sich jetzt unser teilweise mühevoller und kostspieliger Pflege- und Erhaltungsaufwand bezahlt. Wir sprechen hier auf unserer Hompage von einer Weltumseglung in drei oder vier Jahren. Wir haben jetzt 4,5 Jahre hinter uns. Und seit wir auf den Gesellschaftsinseln begonnen haben zu reisen statt zu rasen, haben wir dermaßen viel erlebt, viele Freundschaften geschlossen, Eindrücke gewonnen von denen wir ewig zehren werden. Es sind Menschen dabei, die wir tief in unseren Herzen verankert haben. Die wir nie mehr wiedersehen werden und wahrscheinlich – mangels E-Mail -nie mehr von ihnen lesen
werden. Aber sie bleiben uns unvergeßlich ! Das hat unsere Reise ausgemacht – nicht soundso viele Meilen auf irgendeinem Ocean…. Gern wären wir wieder in den Fischereihafen Travemünde eingelaufen. Bei unserem Reisetempo hätte das wohl nocheinmal fünf Jahre gedauert ! Unsere persönlichen Sachen stehen – verteilt auf 20 Kartons – im Speditionslager und werden wohl irgendwann in Travemünde ankommen. Wir
selbst gehen definitiv am 28. Dezember von Bord (schniief) und fliegen nach Australien. Bis zum 8. Februar wollen wir die Bundesstaaten NS Wales und Victoria per Campervan erkunden, dabei versuchen, pünktlich zum weltberühmten Silvesterfeuerwerk in Sydney zu sein um dann am 9. Februar im kalten Deutschland aufzuschlagen. Bitte geht nicht gleich flüchten, es folgen noch ganz viele Fotos von Neukaledonien und
natürlich von Australien – sobald wir wieder ‘normale’ Internet-Verhältnisse haben. Deswegen sagen wir hier und jetzt auch noch nicht tschüss, sondern wir wünschen Euch eine stimmungsvolle Adventszeit!

Fair Winds


NC & Tamora

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Wir könnten wie die HB-Männchen in die Luft gehen ! Nichts klappt wirklich. Da hatten wir eine ausführlichen Blog geschrieben, über Neukaledonien und Tamora und das Ende unserer (Segel-) Reise.Er wird einfach nicht eingestellt. Sch… wordpress, immer wieder Ärger…..
Darum hier das wesentliche in Kurzform: TAMORA hat ab Weihnachten einen neuen Eigner ! Wir verlassen das Boot für immer am 28.12. und fliegen nach Ausstralien, wo wir bis zum 08.02. einen Teil des Südens mit einem Campervan erkunden wollen, dann geht es ab nach Hause.

Über das WARUM haben wir ausführlich geschrieben, wir hoffen, das dieser Bericht in den nächsten Tagen doch noch weitergeleitet wird.
Und wir gehen davon aus, das Australien über ein besseres Wifi-System verfügt. Silke hat so viele Fotos schon vorbereitet und von Australien werdet Ihr auch einiges zu sehen bekommen…..

Wir werden auch weiterhin auf Reisen sein und darüber berichten, aber eben anders…..
Fair Winds


Blog

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Für die vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag herzlichen Dank ! Meine Freude war groß !
Und sorry für den Blog ‘Kanackenland’, ich habe ihn schon vor mehr als einer Woche geschrieben, aber er wurde leider nicht eingestellt, wie wir leider erst heute feststellen konnten. jetzt habe ich ihn geteilt in der Hoffnung, das es jetzt klappt !
Fair Winds


URLAUB !

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Nach dem pysischen und psychischem Stress der letzten Wochen waren wir beide urlaubsreif. Also sind wir am Sonntagin der Frühe um 6:00 auf und davon, haben die sehr angenehme Marina verlassen, sind 5 SM weit gefahren um in einem kleinen Paradies wieder den Anker einzugraben. Mit uns kam unser Freund Bertel mit seiner ODIN, ebenfalls einer AMEL.

Zu zweit haben wir jetzt einen traumhaften und geschützen Ankerplatz vor der Ill Uere. Eine schmale Insel, die uns vor dem Schwell schützt, aber nicht vor dem Wind. Angenehm, weil dieser tagsüber Kühlung bringt und uns reichlich mit Strom versorgt.
Falls jemand googeln möchte, hier unser Standort: 22° 18, 813 Süd 166° 28, 650 East

Über die niedrige Insel haben wir einen schönen Blick auf die Lagune, die in diesen Tagen allerdings mehr weiss als blau ist. Seit ca. 3 Wochen bläst es ziemlich heftig, so zwischen 15 und 30 KN. Heute nachmittag sind es um die 20 KN.
Nachts zwisch 2 und 5 Uhr ist es meistens etwas ruhiger…. Was es hier selbstverständlich nicht gibt, ist Internet !

Überhaupt ist das Wetter derzeit recht angenehm: Fast immer wolkenfrei, tagsüber ca 35°, nachts angenehm zum schlafen 20 bis 25° C. Auch das Wasser hat mittlerweile angenehme Badetemperatur – vor vier Wochen war es noch recht frisch !

Abends haben wir dann über das Heck einen tollen Blick auf einen Teil von Noumea. Solch ein Lichtermeer hatten wir, abgesehen von Suva, lange nicht in der Südsee.

Gestern abend haben wir drei dann etwas an Land gefeiert. Auf einem improvisiertem Grill wurden leckere Steaks gegrillt, dazu gab es Süsskartoffeln und Salate. Natürlich auch ein Fläschchen Wein für die Capitänin und für die Jungs das eine oder andere Döschen Bier. War ein schöner Tag !

Zum Ende der Woche müssen wir vielleicht noch mal für ein paar Stunden zurück nach Port Moselle, denn die Kühlbox wird langsan leerer – die Backskiste ist aber nach wie vor gut gefüllt.

Gemeinsam mit unseren Hamburger Freunden von der ANICO haben wir einen Plan aufgestellt, wie wir doch noch zu dem Sylvester-Feuerwerk in Sydney kommen. Sollte eigentlich klappen.

Sonst gibt es hier nichts Neues. Für Euch einen schönen 2. Advent !
Fair Winds