Unglaublich…..

…. dieses Wetter ! Seit einer Woche liegen wir jetzt hier in der Sandwich_Bay auf der Insel Malekula ( Pos.
16° 26. 386 S 167° 47. 054 E ) nahezu wie auf einem Ententeich. Nur gelegentlich pfeifen mal 20 KN Böen über die kleine Anhöhe, hinter der wir parken. Draußen allerdings, sieht es ganz anders aus – laut Wetterbericht. Böen bis an die 40 KN, See bis 3,50 m. Eine kleiner Inselversorger, ca. 20 m lang, wollte vorgestern zurück nach Port Vila. Er hat schnell kehrt gemacht und wäre bei dem Wendemanöver fast gekentert. Nö, das müssen wir uns nicht antun. Auch wenn unser Visa am 13. abläuft ….
Nach den uns vorliegenden Daten bleibt es mindestens noch bis Montag so. Aber wir haben hier absolut nichts zu leiden. Klar, Fleisch gibt es nur noch aus der Dose und auch die Butter wird knapp, nachdem 1 Stck lecker käsig wurde …

Aber ansonsten – wir werden hier nur verwöhnt, weil die Vanus einfach UNGLAUBLICH sind!

Da wäre als erstes Noela & Rock zu nennen – unsere ‘Segel -Eltern’ ! Wir ankern direkt vor Ihrem Grundstück und die lieben Zwei sind schon lange Zeit die Anlaufstelle für die Segler. Das schöne daran, es ist ein geben und nehmen. Wir haben ja Zeit und haben an Bord aufgeräumt. Heute wanderten zB etliche gebrauchte aber auch neue Brillen zu den Beiden. Jeden Nachmittag gibt es eine Plauschstunde, bei Tee oder Kaffee, der mal von Ihnen und mal von uns kommt. Allerdings spricht Noela nur sehr wenig englisch, denn wir sind auf einer ‘französischen’ Insel. Und wir profitieren natürlich von Ihrem Garten: Papajas, Bananen, Süßkartoffeln ( lecker ), Tomaten und vieles mehr.

Die Vanus sind ganz anders als die liebenswerten bequemen Fischianer. Jeder hat irgendwo seine Plantage, manchmal direkt am Haus, manchmal 10 km weit weg, manchmal auf einer anderen Insel. Mann und Frau arbeiten dort meist täglich.

Vor drei Tagen haben wir eine Wanderung gemacht, ca. 2,5 Std Korallenschotterweg hin und 2,5 Std zurück. Am Wendepunkt war ein kleines Village mit ca. 20 Einwohnern, die nur französisch sprachen. Nur der Pastor sprach ein recht gutes Englisch. Er ist vor 2 Jahren dort hin versetzt worden, spricht oder versteht die ursprüngliche Dorf-Sprache seiner Gemeinde aber nicht. Das einzige verbindende ist Bislam, ein Pidgin-Englisch.Wenn die Männer dieser Gemeinde sich auf dem Kavaplatz treffen, bleibt der Pastor außen vor, da sie unter sich nur ihr eigenes Language sprechen. Allein auf dieser relativ kleinen Insel, gibt es 20 verschiedene Sprachen. In ganz Vanuatu gibt es über 120! Wirklich unglaublich!

Auf unserer Rückwanderung durchquerten wir eine sehr gepflegte Farm, wo dunkelbraune Rinder unter den Kokospalmen widerkäuend lagen.
Das Wohnhaus war- wie alle Anwesen hier- eingezäunt. Auf der ganzen Insel laufen Rinder, Schweine und Hühner frei herum.
Vier kleine Kinder am Zaun, LOLLI ???? klar hatte Sikki welche mit. Dann kam Oma Bernadette auch an den Zaun und fragte, ob wir Tomaten möchten. Ja, gerne, merci ! Sie kam mit einem großen Beutel Tomaten und Paprikas und darauf noch ein paar Eier. Einfach mal so.

Heute haben wir ein Dorf weiter Marie-Jo besucht, deren Schwester in Port Vila bei der Immigration arbeitet. Wir hatten heute den ganzen Tag versucht, die Immigration in Ort Vila zu erreichen, denn ab 13. machen wir uns strafbar da unser Visum abläuft. Vergeblich.
Jetzt haben wir die Handynummer von der Schwester, und können sie morgen kontaktieren.(Telefon geht,Internet nicht)
Aber, als wir uns bedankten und verabschiedeten, gab es wieder einen Beutel Tomaten – nur mal so !
Das sind nur wenige Beispiele – wir haben vieles mehr erlebt !
Fair Winds