Vanuatu 2

Ja, die Gaspard-Bay. Eigentlich ganz witzig. Ringsherum Mangroven, nach SE hin offen, aber vor dem Schwell durch ein Riff geschützt. Und hier leben Tiere der besonderen Art: Dugongs (Seekühe)! Wir schätzen einmal so 5 bis 6 Stck. Leider sieht man sie nur, wenn sie mal Luft schnappen oder miteinander spielen. Schnorcheln wäre auch eine Möglichkeit, aber bei dem dunkelgrünem Mudwasser sicherlich wenig erfolgreich. Also blieb die Schnorchelausrüstung im Schapp.

Dafür gab es dann ein anderes Vergnügen: Gemeinsam mit einem Boot fuhr die Seglergemeinschaft auf die Nachbarinsel Uliveo, wo für uns gegen Bezahlung eine traditionelle Tanzveranstaltung stattfand. Sicherlich die dichtbewohnteste Insel hier in den Maskelynes-Islands.
Nach einer 15 min. Wanderung zu einem bestimmten Platz (für die einheimischen Damen -Taboo- also Sperrgebiet) zeigten uns dann ein dutzend Krieger einen zehnminütigen Kriegstanz. Übrigens sind das hier die Small-Nambas, die mit dem kleinen Penisköcher. Übrigen die einzige Bekleidung. Für die Damen in unserer Gruppe sicherlich ganz nett anzusehen. Allerdings für umgerechnet ca. 150 Euronen (für alle -also 9 Personen) auch ein wenig Nepp….So wie fast immer mit der Argumentation – für die Schule! Wer sagt da schon nein….

Am nächsten Tag gingen die beiden Amerikaner Anker auf und wir hatten die ganze Bay für uns. Neugierig, wie wir waren, gab es eine Dinghifahrt an den Mangroven entlang. Ein Durchbruch im Mangrovendickicht und schon ging es langsam hinein in den Flußlauf. Nach ca. 1 SM eine Lichtung mit einem Pandanussblätterhaus. Tolles Wort, oder? Eine junge Frau Judith mit Kleinkind freute sich über Besuch. Später kam dann ihr Mann Fabrice hinzu, der ein sehr gutes Englisch sprach. Mit Kokosnüssen, süssen Kartoffeln und Bananen beglückt ging es zurück zur Tamora.
Am nächsten Tag erneuter Besuch: Angelhaken und Schnur, T-Shirts, Shorts und andere Kleinigkeiten wechselten den Besitzer gegen eine ca. 1,5 kg große Neucaledoniakrabbe, frisch gefangen und geschnürt (superlecker), Süßkartoffeln, Bananen, Trinknüsse usw. Alle waren zufrieden mit diesem Geschäftle….

Anschl. mit Tamora wieder in die AWEI-Bay, wo es uns ohne Riffe einfach besser gefiel.

Montags dann bei ruhigem Wind ca. 20 SM in die Sandwich-Bay gesegelt( pos. 16° 26.380 S 167° 47.o49 E ) wo wir immer noch als einziges Boot ruhig und sicher liegen, während ‘draußen’ zumindest in den Böen immer noch 35 KN wehen, wie wir gestern bei einem Ausflug zum Ort LAMAP, dem einstigen Sitz der französischen Distriktverwaltung, feststellen konnten.

Wir werden wohl noch eine Woche hier ausharren müssen, aber es gibt schlimmeres. Gleich geht es mit Kaffee und frischgebackenem lecker duftendenden noch warmen Bananenkuchen zum Klönschnack bei Noela und Rock. Die Edelstahlpflege auf TAMORA ist fast fertig. Zu unserem Glück fehlt – zumindest ein wenig – unsere Verbindung zur Außenwelt:das Internet. Gibt es erst wieder in Port Vila.
Fair Winds und ein schönes Wochenende für Euch !