The lighthouse of the South Seas

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So beschrieb James Cook den glühenden Lichtschein am Nachthimmel, den er im Jahre 1774 über Tanna wahrnahm.
Der feuerspeiende Vulcan Mt. Yasur bildet die Hauptattraktion dieser landschaftlich und kulturell interessanten Insel.

Auch wir haben gestern Abend den 361 m hohen Vulcan-Kraterrand erklommen und der Hölle ins Auge gesehen. Wo kann man so etwas noch sehen ???? Fotos folgen, sowie wir mal wieder Internet haben. Übrigens, Kapitän James Cook durfte damals nicht auf den Krater, da er für die Eingeborenen heilig war.
Wahrscheinlich liegt unser Anker ziemlich exakt dort, wo auch Cook geankert hat – in Port Resulotion. Als er dann an Land kam und sich nicht mit den Eingeborenen verständigen konnte, nahm er eine Handvoll Erde in die Hand, woraufhin die Eingeborenen TANNA riefen. So bekam diese Insel ihren Namen.
Tanna ist ca. 561 qkm groß und es leben wohl ca. 20.000 Menschen hier, auf etliche Villages verteilt. Es werden ca. 30 verschiedene Dialekte gesprochen. Teilweise geht es soweit, das sich Menschen zw. zwei 1 km auseinanderliegenden Ortschaften sprachlich nicht verständigen können. Die jüngeren Jahrgänge sprechen allerdings alle ein gutes Englisch.

Dennoch stehen die Einheimischen noch irgendwo zw. dem 18. und 21. Jahrhundert. Einerseits leben Sie überwiegend rudementär. Die Hütten haben in der Regel nur einen Raum, in dem gewohnt und geschlafen wird. Und auf einem offenen Feuer gekocht wird. Teller oder Bestecke sind unbekannt. Die Männer sind absolute Patriarchen. Die Frauen haben keinerlei Rechte und müssen nur funktionieren. Die tägliche Kavazeremonie findet auf einem Platz statt, der für Frauen absolut tabu ist ….
Andererseits sieht man das eine oder andere Handy, oder auch zwei Pickups – die in den hauptort Lenakel fahren oder die Touristen zum Mt. Yasur.
Und sie beginnen, ihre Häuser aus Steinen zu mauern. Die Blocksteine werden selbst gefertigt. Sie haben ein herrliches Sandstück auf der Insel und viel Korallenschrott. Das Problem ist nur der Zement, der von Australien nach Port Vila kommt und irgendwann vielleicht auch mal wieder ein paar Säcke nach Tanna.

Tanna wurde im März dieses Jahres vom Zyclon “PAM” heimgesucht. Vor allem hier der Süden. Etliche Häuser fielen und wurden sein Opfer, aber am schlimmsten wurde die Natur zerstört. Noch heute sind viele Bäume blattlos, wie tot. Aber eben auch alle boden – und baumwachsende Früchte wurden vernichtet.

Die ersten Tage hatten die Einheimischen noch ausreichend Nahrung da sie alles einsammeln konnten, was der Zyclon von den Pflanzen abgerissen hatte und nun am Boden lag. Nach ca. 1 Woche kamen Care-Pakete aus Australien. Und das war es dann ….
Sie müssen noch 1 bis 2 Monate überstehen, bis das erste Obst und Gemüse wieder geerntet werden kann.

Entsprechend glücklich waren sie über unsere Reis-Vorräte und noch so einiges andere.

Es gäbe noch soviel zu erzählen über Tanna, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Morgen Vormittag verlassen wir Tanna und gehen weiter nordwärts zur Insel EFATE, zu seinem Hauptort PORT VILA. Von diesem Ort konnten wir im letzten März im Deutschen Fernsehen die Verwüstungen sehen, die PAM hinterlassen hat….mal schauen was in der Zwischenzeit so alles passiert ist…
Das wird ein Übernachttörn, da ca. 130 SM lang oder kurz …..
Fair Winds


Landfall

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Bis 20:00 durften wir gestern motoren, dann endlich kam der ersehnte Wind. Und wie! Die 20 bis 30 KN sorgten für zügiges Vorankommen. Habe ich mich vor ein paar Tagen über eine 9 am Speedometer gefreut, doch das war noch gar nichts…. 10,5 KN auf dem GPS-Tacho ( Mein Schatz hat bei 10,1 fotografiert) sind ganz ordentlich. Entscheidend dabei ist aber, das dieses nicht auf Tamoras Schokoladenkurs RAUM stattfand, sondern bei 70 bis 80°, das ist für uns praktisch hoch am Wind !!!! Unsere Tamora ist maschiert wie eine Trutzburg durch die Wellen.

Nach ziemlich hartem Törn konnten wir dann heute morgen um 9:00 in der Bucht Port Resulotion auf der Insel TANNA unseren Anker auf 5 m Tiefe einbuddeln. Mit Blick auf den Vulcan Mt. Yasur, der aber seine obere Hälfte diskret in den Wolken versteckt.

Unsere Position 19°31,50 S 169° 29,74 E

Nach Boot klarmachen und einem ausgiebigem Frühstück – von meiner Capitänin liebevoll arrangiert – fiel ich erst einmal in einen totenähnlichen Schlaf, während mein Schatz klar Schiff machte und so ganz nebenbei noch Bananenkuchen und ein Rustik-Brot buck.

Den ersten Kontakt zu den Einheimischen hatten wir auch schon: Stanly kam auf seinem Auslegerkanu vorbei und berichtete, das nach Zyclon PAM im März ein australisches Boot Care-Pakete brachte. Seitdem leider nichts mehr. Die Verwüstungen sind selbst vom Boot aus gut zu erkennen. Da die Einheimischen praktisch ausschließlich von selbstangebautem Obst und Gemüse und Fischfang leben, ist das schon ziemlich schlimm. Die Plantagen werden wohl erst nächstes Jahr wieder Früchte tragen.

Morgen geht es an Land und voraussichtlich auf den Vulcan. Aber jetzt erst einmal genießen wir die Ruhe nach so viel Dynamik.
Fair Winds


Nicht so toll

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Nach zu viel Wind haben wir seit gestern nachmittag zu wenig und noch aus der falschen Richtung.
Seit einer Stunde läuft der Motor, nachdem ich kurz vorher den Spibaum geriggt hatte. Wenn es so weiter geht, kommen wir morgen noch nicht an…..
ich habe keinen Bock mehr !!!!!

unsere position 19°32.47 S 171° 12,08 E Noch vor uns: 100 SM

und das schlimmste: Es ist nicht der Regler des Windgenerators, nein, es ist der Regler der nagelneuen Lichtmaschine, vor 2 Monaten eingebaut! Und jetzt haben wir Fiji verlassen, grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
Fair Winds


Tamora on the road…

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Unser Schiffsmittag ist auf diesem relativ kurzem Törn 13:30 Ortszeit. Zu dieser Zeit sind wir gestern aus der Vunda-Marina gestartet. Leider hatte sich das etwas verzögert, weil die Offiziellen des Ausklarierungskomitees erst gemütlich ausschlafen mußten. Dann haben wir noch knapp 300 l Diesel in den Tank verholt und los ging es, bei grauem Himmel und gelegentlichem Regen. Als wir die Nase drau0en hatten, pfiff uns der Wind mit 25 Knoten auf den Bug. unschön. unser sauber gewaschenes boot war schnell wieder salzverkrustet. Naja.. wir sind trotzdem knapp 20 SM gegenan motort, um die Lagune zu verlassen. Und das wollten wir durch den sicheren, uns bekannten Paß machen, den zB auch die Frachter benutzen. Es hätte noch eine günstiger gelegene und kürzere Alternative gegeben. Aber wir hatten von zwei Booten gehört, die dort Riffberührung hatten. Also blieben wir altmodisch defensiv.

Um 17.00 waren wir dann endlich durch, aber entspannt und lustig war es nicht. Wind 25 bis 30 KN und der kleine schwell hatte gut 3 m. Halber Wind wäre unser Kurs gewesen, aber das war unkomfortabel, sehr naß und teilweise Fliehkräfte – wenn mal wieder eine See den Bug wegriss – das wir uns regelrecht verkeilen mußten.
Also sind wir um ca. 30° abgefallen um die See mehr achterlich zu haben. Das war viel angenehmer.

Unsere Position 17°50,57 S 174°59,68 E liegt dadurch ca. 30 SM nördlich von unserem sollkurs. Wir haben zwar ein nettes Etmal von 143 SM geschafft, nur eben leider nicht komplett zum Ziel, welches noch rund 330 SM entfernt ist.

Allerdings soll morgen irgendwann auf Ost drehen, dann hätten wir den Vorteil eines raumen Kurses und nicht platt vorm Laken.

Letzte Nacht haben wir trotzt langer Beinkleider, mehreren Fliesoberteilen und dicker Wolldecke gefroren. Jetzt tagsüber ist es wolkig und warm und der Wind weht mit angenehen 15 bis 18 KN. Damit laufen wir dann 6 KN. Diese bedingungen machen Spaß.
heute Nacht soll uns allerdings wieder eine Front überrollen. Mal sehen, ob es dann auch noch Spaß macht ….
Fair Winds


Vorbereitungen

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Langsam zum Wochende soll mit dem Regen auch wieder ein Wind kommen, der uns Westwärts tragen könnte.
Die Capitänin hat die Einkaufsliste fertig – so das wir von der Vundamarina oder vor Lautoka ankernd einkaufen und ausklarieren können.

Aber was das Allerwichtigste ist, unser Freund Tim hat sich in Osnabrück nochmal unseren Blog vorgeknöpft – wie Ihr merkt, es funktioniert wieder! Fällt uns doch ein Riesen-Felsen von der Seele !
Ganz lieben Dank Laura und Tim, wir werden uns im nächsten Sommer in Deutschland wiedersehen !

Aufgrund der doch etwas fortgeschrittenen Zeit werden wir versuchen, direkt die Insel TANNA anzulaufen. Dort gibt es einen aktiven Vulcan, dem man – und das ist ziemlich einzigartig – vom Kraterrand in das feuerspeiende Auge schauen kann. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Außerdem wäre es natürlich toll, wenn wir unsere Freunde Dörte & Frank auf den nördlicheren Vanuatu-Inseln noch treffen könnten, da sie irgendwann nach Australien segeln wollen.

Unsere Freunde Marie-Luce & Didier von der Hana Iti werden wahrscheinlich dann schon weg sein. Sie treffen wir dann wohl in New Caledonia.

Und zugegeben, der Abschied von Fiji fällt uns schon schwer, irgendwie war es ja so etwas wie eine 2. Heimat in den letzten Jahren. Dazu gehören auch viele besondere Menschen, die wir voraussichtlich nicht mehr wiedersehen werden ……

Und ein ganz besonderer Glückwunsch geht an unsere Freunde von der SY Thor, Christine und Christian. Sie sind seit einigen Tagen wieder in der Ostsee wo sie wie wir 2011 gestartet sind. Eine tolle Leistung, mit einem einfachen aber sehr robusten Stahlboot und einem kleinen Budget. Jetzt beginnt für die Beiden wieder ein anderer Alltag. Aber, wir sind davon überzeugt – irgendwann starten die Zwei wieder !
Fair Winds


Höchste Zeit …

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… das ich mich auch mal wieder melde ! Aber sorry, wir waren nicht faul. Genau zwei Wochen haben wir benötigt, um TAMORA wieder wie aus dem Ei gepellt aussehen zu lassen. Wir haben das komplette Unterwasserschiff erneuert. Also sämtliche Anstriche (Antifouling ) entfernen lassen. Die Osmoseprophylaxe gründlich angeschliffen. Dann habe ich noch ein paar Kratzer ausgespachtelt und nochmals drei Anstriche Epoxid-Urethan aufgerollt, welches auch gleichzeitig die Grundierung für ein Tropentaugliches Antifouling ist. Von der Grundierung wie vom Antifouling wurden jeweils 8 l. von mir aufgerollt…. Beim letzten Gang war das Boot gefühlt doppelt so lang. Und es war gut so, das mein Gefühl mir sagte, das Tamora nach so langen Jahren mal wieder aus dem Wasser sollte. Unser Wellenlager – für die Laien: Das Lager, wo die Welle durch den Rumpf austritt; bestehend aus einem Messingrohr, wo innen ein profiliertes Gummi aufgeklebt ist ) war nicht mehr in Ordnung. Das Gummi hatte sich gelöst, war bis zum Prop ausgelaufen und drehte sich jetzt im Messingröhrchen. Das hatte ich auch beim schnorcheln nicht gesehen. Das Problem war, das solch ein Teil in ganz Fiji nicht aufzutreiben war. Also hat die Fa. Baobob das Teil in Australien bestellt und als wir es endlich in der Hand hatten, war es genau 10 x so teuer wie in Deutschland bei SVB …. Und ein anderes, sehr wichtiges Problem konnten wir endlich lösen: Ich habe den kompl. Rollbaum auseinander genommen. Garnicht so einfach, da die Fa. Profurl es für richtig hielt, das Alu-Gehäuse mit Edelstahlnieten zusammen zu bauen. Und das sind Profis !!!!! Einen ganzen Tag Arbeit und etliche Bohrer gingen dabei drauf. Und da das ganze System teilweise eine Kombination von Alu und Edelstahl ist, fungierte die Korrosion wie ein Superkleber. Schlußendlich war das Teil zerlegt und der Mastbeschlag war frei. Meine tolle Capitänin hat dann eine Profiwerkstatt gefunden die das Teil für ca. 500 Eurönchen praktisch neu gebaut hat. Von Profurl hätte ich wahrscheinlich einen noch einen tausender drauflegen müssen. Die wollten ja alleine für die Baumstütze diese Summe haben. Den Gasdruckstoßdämpfer hatte ich mir in Dänemark für 100 ? gekauft und in drei Std Arbeit hatten wir praktisch eine neue Stütze. Also, unser Großsegel arbeitet wieder und das ist für die nächsten Monate sehr wichtig ! Großen Dank auch an meine Capitänin. Die ist gerannt und gefahren, hat besorgt und organisiert. Ohne Sie wären wir noch nicht wieder im Wasser. Morgen früh fahren wir 15 SM zur Muscet-Cove, wo uns einige Freunde erwarten. Ein paar Tage ausruhen und mit dem nächsten Wetterfenster geht es ab nach Vanuatu, wir hoffen, das wir in einer Woche unterwegs sein werden ! Und jetzt zu unserem Fan Gerhard aus dem Voralpenland: Lieber Gerhard, wir sind begeistert, wo unsere Fans alle zu Hause sind ! Und kleiner Segler ????? Ich habe auch mal klein angefangen, auf der Rurtalsperre in der Eifel ! Wir – und nicht nur wir – schimpfen über das Wetter, welches in diesem (ElNINO ?) Jahr ziemlich durcheinander ist. Normalerweise müßte seit Wochen ein mehr oder weniger kräftiger SE-Passat wehen. Dazu viel Sonne, aber durchaus auch mal ein Schauer. Davon ist leider kaum etwas zu sehen. Wenn es weht, oftmals sehr heftig mit 30 KN und mehr aus allen möglichen Richtungen, nur nicht aus SE. Oder es herrscht mehr oder weniger Flaute, wie in der letzten Woche. Problem ist nicht der starke Wind. Das Problem ist der Schwell. Es gibt immer einen Grundschwell aus Süd. Dazu kommt dann die Windsee, meinetwegen aus Nord. Kannst Du Dir vorstellen, das dann keine tollen Cruising -Bedingungen herrschen ? Tja, und auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten natürlich genau entgegengesetzt zu Europa oder meinetwegen auch Deutschland. Im Winter segelt in Deutschland kaum jemand. Ich war mal so verrückt, die Folge war ein halberfrorene Nase ! Hier sieht die Welt allerdings etwas anders aus: Auch der Südliche Winter ist warm und Segelzeit. Eben mit schönem Passat und viel Sonne ! Der südliche Sommer ist auch toll. Noch wärmer, allerdings unsteter Wind. Und er hat manchmal mehr oder weniger Gefährten, die Segler nicht mögen: Zyklone !!!! Die unberechenbaren Dinger – Du erinnerst Dich sicher an PAM um die Jahreswende – machen eine Törnplanung unsicher, ja, sogar gefährlich. Selbst eine Depression, also ein kräftiges Tief, aber eben noch kein Zyklon, kann durchaus mal 60 KN und mehr im Gepäck haben. Ich denke, dann segelst Du auch nicht mehr auf dem schönen Ammersee. Übrigens, Fiji hat lt. langjähriger Statistik 1,5 Zyklone pro Jahr. Ich möchte es nicht erleben und wir würden es sicherlich auch nicht überleben, wenn so ein Windchen mit 300 km in die Segel greift …. Darum waren wir im Winter in Deutschland und glaube mir, es war toll ! Gegen Kälte kann man sich schützen. Gegen Hitze nicht mehr, wenn man nur noch die nackte Haut am Körper hat und der Schweiß literweise läuft, ohne das man sich bewegt …. Alles klar ? Aber wir haben uns sehr über Deinen Beitrag gefreut und wünschen uns mehr davon ! Fair Winds


Kontrastprogramm

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Nach der Busy-Stadt Suva – immerhin knapp 300.000 Einwohner- haben wir uns vor vier Tagen in die Natur-Pur verholt. Ein Segelschlag mit einem halben Wind mit 20 KN und 2,5 m Welle brachte uns ganz schnell zur Insel Bequa. Hier liegen wir in einer Fjordähnlichen Bucht, relativ geschützt, auch wenn uns die Böen von 20 bis 30 KN ganz schön hin und her bewegen. Aber was solls. Wir liegen auf sechs Meter Mud und haben 40m Kette draußen, da kann kommen, was will. Kommen soll – wie soll es anders sein – viel Wind und viel Regen.
Halt das normale Winterwetter in der Südsee…..
Mit uns kam noch ein schwedisches Boot – welches wir in Makongai kennenlernten sowie einen Tag später unsere Freunde Regina und Michael mit ANICO aus Hamburg. So kommt keine Langeweile auf. Gestern waren wir mit beiden Dinghis auf Entdeckungstour. Irgendwo in dem umliegenden Regenwaldhügeln müssen Menschen wohnen. Wir sind tief in die davorliegenden Mangroven reingefahren, das war toll. Wir fanden sogar ein einheimisches Boot – aber keine Möglichkeit, irgendwie an Land zu gehen. Schließlich landeten wir in einem Resort am Buchteingang. Uns taten die ca. ein Dutzend Urlauber ein wenig leid, die ihren sicherlich nicht ganz preiswerten Südsee-Urlaub warm angezogen an der teuren Bar verbringen mußten…
Die Rückfahrt war dann recht lustig und feucht. Unsere Dinghis konnten wir nur auf allen Vieren auf dem kleinen SChwimmsteg entern und dann ging es gegen eine Welle von 1 m Höhe zurück an Bord ….

Zwei oder Drei Tage müssen wir wohl noch aushalten, bis sich wieder ein Wetterfenster öffnet, mit dem wir ein Stück weiter gen Westen kommen. Am 10. August haben wir einen Krantermin in der Vundamarina, denn mit unserem Restantifouling lassen uns die Neuseeländer bestimmt nicht in Ihre Gewässer. Also, ist mal wieder Arbeit angesagt.
Dann hoffen wir sehr, das sich das Wetter endlich normalisiert – denn wir möchten ja gern nochmal etwas von Vanuatu sehen ….
Fair Winds … und heute mal herzliche Grüße an ALLE Bremer Freunde !


Abschied und ein Wiedersehen

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Ja, das tschüss sagen fiel schwer auf Makongai. Selbst Chief Kameli konnte nur mühsam die Tränen verkneifen. Sollten wir mal irgendwann garnicht mehr wissen wo wir bleiben könnten – dort wären wir willkommen !
Aber nachdem wir nun tagelang dort eingeweht waren, wurde es höchste Zeit weiterzukommen. Wir nutzten also das Wetterfenster am letzten Wochenende und segelten die 75 SM nach Suva. Samstag früh um 7:30 gingen wir anker auf und um 1:00 Sonntag früh fiel der Anker vor dem Royal-Yacht-Club. Wind hatten wir von 0 bis 25 KN – aber überwiegend so um die 10 KN und entsprechend glattes Wasser.
Nachts war es so kalt, das nach sehr langer Zeit mal wieder warme Socken und lange Beinkleider angesagt waren.

Das Wetter spielt immer noch verrückt. Sicherlich bedingt durch die Ostwärtsziehenden Hochs und Tiefs, die noch nie eine soweit nördlich gelegene Zugbahn hatten ( Die Kerne liegen nur ca. 2 bis 300 SM südlich von uns ) und entsprechend eng liegen die Isobaren über Fiji.
Die Fijianer frieren mit uns. Tagsüber herrschen angenehme Temperaturen aber nachts und vor allem gegen Morgen rutschen sie deutlich unter 20° C.
Gestern in der Innenstadt Suva haben wir in der Sonne geschwitzt – die Einheimischen haben sich Pudelmützen über die Ohren gezogen – soweit vorhanden….
Sonntagabend gab es dann eine fröhliche Wiedersehensfeier mit Yassin und der ganzen Familie, mit ganz viel Curry und noch mehr Grog (Kava).
Montag hatten wir dann ein Erlebnis der besonderen Art: Wir mußten in die Rettungsinsel. Keine Sorge, die stand auf trockenem Untergrund. Nach vier Jahren war ein Wartung überfällig. War schon ganz interessant und wir waren auch recht glücklich, als wir die DSB-Insel im Detail inspizierten und mit einer gleichgroßen von Plastimo vergleichen konnten, die daneben aufgeblasen wurde.
Dennoch hoffen wir, dieses Teilchen niemals im Ernstfall benutzen zu müssen !

Unsere Kühlung arbeitet jetzt auch wieder einwandfrei und geregelt, nachdem wir gestern für kleines Geld einen Europäischen Thermostat
erwerben konnten. Auch unsere Borduhr läuft wieder, mit einem neuen Quarzwerk und neuen Zeigern – für umgerechnet 12 Euronen, fertig montiert ! Suva ist von den Beschaffungsmöglichkeiten schon toll, für Fijianische Verhältnisse.

Während ich dieses hier schreibe, weht der Wind in den Böen mit 25 KN über das Ankerfeld undmeine Capitänin ist in einem großen, australischem Supermarkt unterwegs und sucht leckere Dinge für Leib und Seele….
Hoffentlich bekommen wir das trocken an Bord…

Wir bleiben noch mindestens bis zum WE hier, denn bis dahin ist ,draußen’ Wind bis 40 KN und See bis 4m angesagt – verrückte Wetterwelt !
Fair Winds


Abgeschnitten

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Ihr Lieben,
wir liegen immer noch vor Makongai und genießen in dieser geschützten Bucht die lauen Böen von 25 KN …. Was ist bloß mit dem Wetter in diesem Jahr los ????
Und dann haben wir uns selbst von der Außenwelt abgeschnitten, naja, jedenfalls beinahe. Um diese Mail loszuwerden müssen wir ca. 1 km auf Lavageröll bei Niedrigwasser auf ein Muto klettern, um Wifi von einer Nachbarinsel zu bekommen.
Mein Funkgerät habe ich versehentlich spielerisch getilt. Und nicht wieder hinbekommen. Kann zwar die Funkrunden aufnehmen, aber mein Mic ist tot. Gerät schaltet auch nicht mehr auf senden. Was mache ich bloß falsch ?

Sollte das Wetter irgendwann noch mal normal werden, starten wir zügig nach Suva.
Fair Winds


Makongai

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Bei traumhaftem Wetter und viel zu wenig Wind ( 4 bis 8 KN ) aus der richtigen Richtung ( Vorhergesagt waren 15 – 20 KN )
sind wir vorgestern abend hier gelandet. Die Wiedersehensfreude war allseits groß ! Gestern haben wir dann auch wieder alle Fische schnorchelnder weise besucht – das war einfach mal wieder schön. Dennoch waren wir erschrocken, wie die Korallen an diesem einzelnen Bommi seit letztem Jahr gelitten haben. Wasser zu warm ? Gestern war es jedenfalls noch ganz schön frisch.
Heute ist dann das richtige Fijiwetter wieder zu Vorschein gekommen. Starkwindregen….
hier sind wir übrigens nur über Funk erreichbar, kein Wifi, kein Phone …
gern würden wir hier noch ein paar Schönwettertage erleben, bevor wir weiter nach SUVA ziehen …
Fair Wind