vor-dem-wind.de

Vorgestern….

….waren wir zu Besuch bei unseren Freunden Nia und Jon auf der SY Onlychild, die in Surfsdale vor Anker liegt……da gab es einen ganz netten Anlass, um anzustossen…..den moechte ich aber nicht unbedingt bloggen….das sei den beiden ueberlassen:-). Wir haben uns in einem Pub in Surfsdale getroffen, wo Tim mehr aus Langeweile, als um irgendwie zu zocken 2 NZdollar in einen Spielautomaten geworfen hat……er kam dann mit 87 Dollar zurueck….sweet! Anyways….da es sich nach Einbruch der Dunkelheit schlecht trampen laesst, haben wir dort geschlafen. Ich musste dann morgens als erster los….hab mir also eins ihrer Dinghys geschnappt und bin los (jep, kanus als hauptdinghys…)…..hat auch alles wunderbar geklappt. gestern nach der arbeit kam dann tim und konnte von weniger Glueck beim „Anlandpaddeln“ berichten….er hat eine unfreiwillige halbe Eskimorolle hingelegt…ist also gekentert. Gluecklicherweise hatte er noch ein trockenes Hemd und die Jeans war nach dem Weg zur Arbeit auch schon angetrocknet:-)
Heute abend steht dann eine kleine Caipiparty auf Kira mit ein paar Leuten von Passagerock an…..war Lauras Idee und wir erinnerten uns sofort an die netten Caipiabende in Suedeuropa (aka Jetty C Parties)…….wird bestimmt witzig.
Joah, sonst gibts wenig Neues……ich werd nun mal ne Runde ums Boot schwimmen und mich dann auf den Weg zur Arbeit machen. Tim ist schon um 8 Uhr los, da er vor der Arbeit noch seine IRD beantragen moechte. So far…CHEERS MATES.

PS.: Achja, John Banks (ajohnbankstrip.com) hat sich gestern via satmail gemeldet. Er hat mehr als den halben Weg zum Kap Hoorn hinter sich. sein Wetter ist derzeit ganz gut und er schafft am Tag etwa 2,5 Laengengrade….naja….auf 49 Grad Sued…..aber trotzdem gut. Er hatte wohl ein paar recht anstrengende Tage….er beschrieb die „Wellenberge“, die einige Tage lang (waehrend er beigedreht auf besseres Wetter wartete) auf Molly II einpruegelten als enormous……ich hab ihm nochmal sein Wetter fuer die naechsten Tage geschickt. Laut Passageweather hat er mit Winden um 25-35 kn aus West zu rechnen…..ausgesprochen gute Bedingungen also…wobei…morgen duerfte er nen bischen wenig haben….er befindet sich zwischen zwei Wettersystemen. Etwa tausend Meilen vor ihm braut sich gerade ein System mit Windgeschwindigkeiten bis 55 kn zusammen…..geht aber aus West und ist weit weg. Davon duerfte er also nix mitbekommen.
Fairwinds and following seas, John!

Nix Neues auf Waiheke

Seit dem letzten Blogeinbtrag ist wenig passiert….wir gehen beide unseren Kellnerjobs nach und geniessen die Insel…..obwohl…..vorgestern war ganz witzig…irgendwie sassen wir nach der Arbeit in Passagerock noch gemuetlich bei ein paar Glaeschen Vino mit der ganzen Schicht zusammen….Tim kam dann nach seiner Arbeit auf dem Heimweg auch noch vorbei…….der Kuechenchef schlug dann irgendwann vor, doch den Abend zusammen feiern zu gehen…da waer nen ganz guter gig in nem Laden in Surfsdale…hmm…also ab nach Surfsdale gehitchhiked……..war auch nen toller Abend….bloederweise sind wir alle am naechsten morgen in einem Haus in Surfsdale (also am anderen Ende der Insel) aufgewacht. Laura, ein Maedel, die auch bei Passagerock als Kellnerin arbeitet, weckte mich mit den Worten „Claus, Du musst in 35 Min arbeiten“…shit…also schnell geduscht und los….Hitchhiken zu 4 lief am Morgen irgendwie nicht soooooo…..aber gluecklicherweise war unser Freund Bacho willens uns alle zur Arbeit zu fahren……DANKE!. Bis auf den Koch kamen dann auch alle puenktlich. Wie sagte Anthony (der Koch) gestern waehrend der Arbeit so schoen…“Claus, your friend is a f…. legend to pick us up and give us a ride to work“….hell yeah, he is for sure…in diesem Sinne CHEERS MATES!

…..die Fortsetzung……

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….am naechsten Tag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag bei Passagerock…..und irgendwie fand ichs nen bischen unpassend gleich am ersten Tag anzurufen so …..“jaaa, hab da probleme mit dem boot….kann nicht kommen“..geaendert haetts eh nix..also los zur arbeit, waehrend Tim mit Scott, Don und dessen Sohn in Dons Speedboot los ist, um Kira und Sounding Free (Scotts und Kelleys Boot) zurueck zu holen. Auf dem Weg zur Arbeit dann die erloesende SMS von Tim „alles gut an bord…..nur ein Riesechaos in der Kajuete“…puhh.
Den Anker haben wir ein paar Tage spaeter auch mit einem mit dem Dinghy durch die Bucht gezogenen Suchanker wieder gefunden….er hat gehalten…liess sich vom Dinghy aus nicht ausbrechen…so tief hat er sich in den Schlick gezogen…..Scotts Mooring (die ja gerissen war) haben wir geborgen und ein neues Morringrope angeschaekelt. Joah und seitdem….seidem geniessen wir Waiheke. Die Arbeit als Kellner in Weinguetern macht uns beiden Spass. Unsere Freunde von der SY Only Child sind auch vor nen paar Tagen aufgeschlagen (sie haben auch schon Kellnerjobs). Zu Scott und Kelley, die uns als Kira „weg“ war eine Schlafmoeglichkeit angeboten haben entsteht eine Freundschaft (Scott: „Out of tragedy comes friendship“) – die beiden sind auch Segler und vor 12 Jahren auf Waiheke haengen geblieben. Scott arbeitet seither als Professor an der Uni in Auckland und Kelley geht in ihrem Studio ihrer Leidenschaft nach : Mixed Media Art. Daneben betreibt sie im backyard jeweils von Donnerstag bis Sonntag ihren Artgarden……Werke diverser Kuenstler der Insel sind ausgestellt und koennen auch erworben werden. Dazu giubts Getraenke und „organuc icecream“.
An meinem freien Tag gestern war ich mit einem der Koeche von meiner Arbeit mit Kelleys Kayak auf einer kleinen Erkundungstour in Nachbarbuchten und auf einer benachbarten Insel. Grad hab ich dem Tim „nen ride“ mit dem Dinghy zur Wharf gegeben….er muss naemlich heute Arbeiten. Das steht dann fuer mich wieder ab morgen fuer sechs Tage an. Es ist aber wirklich ganz nett…….coole Kollegen und nach der Arbeit oftmals noch eine kleine „Weinprobe“ mit der gesamten Schicht…:-). Die Insel selbst haben wir uns auch schon ein wenig naeher angeschaut und es gibt echt coole Spots….von Oratangibeach, einem sehr netten Strand im Norden der Insel uber Klippen in der Naehe von Surfsdale, unter denen ausreichend tiefes Wasser ist, um runter zu springen, einem netten Irish Pub und das „Latinos“ (waren wir letzte Woche bei livemusic….lateinameriikanisch inspirierter Ska…) bis hin zu Naturschutzgebieten und einsamen Buchten. Die Insel (insebsondere) der Osten ist eher ruhig….aber wenn mam mal nen bischen Trubel (okay…das ist vielleicht uebertrieben……) mag, faehrt man halt einfach nach Surfsdale oder Orapiu und setzt sich dort in ein Cafe oder eine Bar……Die Bucht, in der wir (wieder) liegen ist auch ganz schoen……es gibt ne wharf und einen kleinen Holzsteg….leider faellt es um letzteren bei Ebbe trocken und an der Wharf legt gelegentlich auch eine Faehre an..was also mit dem Dinghy machen…diesem Problem sind wir folgendermassen begegnet (Man will ja nicht das grosse Dinghy mit den 15 PS taeglich ueber Steine und Austernschalen tragen……): Wir haben einfach vor dem Steg eine Dinghymooring installiert….ein 17 kg Anker mit 3 m Kette und 8 m Leine an einer Perlfarmboje aus Kauehi……bis dahin fahren wir nun immer mit dem „grossen“ Dinghy, binden es an die Mooring, steigen um in das dort an der Mooring wartende „kleine“ Paddeldinghy ohne Motor….paddeln die letzten paar Meter und muessen so nur ein vielleicht 10 kg schweres Dinghy tragen. Johns (SY Only Child) Idee, von dieser Mooring noch eine sogenannte „Ropemooroing“ zu installieren….letztlich eine Landverbindung der bestehenden Mooring mittels einer Endlosleine und zwei Bloecken, die das Paddeln erpsaren wuerde (man zieht sich einfach rueber) war uns nen bischen too much…schliesslich benutzen auch andere leute den Holzsteg…und die faenden es bestimmt nicht so witzig, wenn wir anfangen, Leinen uebers Wasser zu spannen..:-)
Was gibt es sonst noch zu berichten……vielleicht die Bekanntschaft zu Bacho und seiner Frau Chantelle……nun…an dem Tag, als Kira „mal ne Runde allein unterwegs war“ sind wir ja morgens in die Stadt getrampt, um unsere Steuernummern zu beantragen. Und Bacho hat uns mitgenommen…..nachdem wir ihm erzaehlt haben, was wir in der Stadt machyen wollen, meinte er nur, er haette auch diesen ganzen Papierkram machen muessen (er stammt aus Georgien und hat Chantalle geheiratet, die aus Waiheke stammt)….und so fuehr er uns und wartete, ob auch alles klappt, um uns weiter mitzunehmen, falls wir irgendwo anders hin muessten. Das Kennenlernen endete dann mit dem Austausch von Telefonnummern und einer Verabredung zum Fischen (Bacho ist leidenschaftliucher Angler…“I wanna catch a biiiig Kingy (=kingfish), man…“). Zwei Tage spaeter standen wir dann fischend mit Bacho, seiner Frau Chantelle und ihrem Sohn Nikki auf Kiras Frontdeck und haben geangelt…und das sogar erfolgreich, sodass wir am Abend bei Stingray und Snapper in Kiras cockpit sassen. Beim naechsten gemeinsamen Fischen „off the rocks“ in Surfdale waren wir leider weniger erfolgreich, sodass wir zum Dinner auf zwei Snapper (gerade eben keeper) zu viert zurueckgreifen mussten….die Beilagen habens aber raus gerissen…
Angeln werde ich heute auch mal wieder….vom Klappstuhl aus auf dem Vorschiff….vielleicht gibts ja dann heut abend nen Snapperdinner. In diesem Sinne CHEERS MATES!

PS: Neue Bilder kommen die Tage mal. die Internetverbindung an bord via UMTS hat leider eine Trafficbegrenzung……Bilder hochladen ist also eher unguenstig. Trotzdem gibts schonmal eins als kleine Vorschau, aufgenommen waehrend eines Abendessen bei Scott und Kelley….das linke Boot im Hintergrund ist Kira, rechts daneben liegt die Sounding Free von Scott und Kelley, mit der sie vor 12 Jahren hier auf Waiheke ankamen.