Island Logbuch – Teil 17

Becalmed oder was? Freitag, 08.08.2008 Gleich nach Beendigung meiner Wache um 12 Uhr erblickt Tim etwas sehr unangenehmes. Die Genua hat einen Riß – wohl vom ständigen Flappen, welches aus dem seit Stunden vorherrschenden Schwach- bis Keinwind in Verbindung in der noch deutlich vorhandenen Dünung resultiert. Wir rollen das gute Stück ein und lassen uns treiben, während wir erstmal Thunfisch-Salat-Wraps zum Mittag genießen. Nach dem Essen gehen wir an die Reparatur. Wir ziehen unser Zugpferd aus dem Profilstag der Rollanlage und nähen die schadhafte Naht auf dem Vorschiff nach. Bei einem Meter Dünung und null Wind eine anstrengende und zeitraubende Angelegenheit. Immerhin scheint die Sonne. Nach getaner Arbeit fädeln wir das Segel zwar direkt wieder in das Profil ein, doch ein Ausrollen macht angesichts der Totalflaute keinen Sinn. Da wir keine Lust auf das ständige Dröhnen des Diesels haben, treiben wir den ganzen Tag über ohne Wind, mit gegen die Schlingerbewegungen gesetztem Großsegel durch den Nordatlantik. Zu Beginn der ersten Wache um kurz vor 24 Uhr setzt ein laues Lüftchen ein, welches sich im Laufe der Nacht zu einer frischen Briese mausert und ein Segeln unter Vollzeug mit 5 kn ermöglicht.

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Island Logbuch – Teil 15

Free Willy Mitwoch, 06.08.2008 Im Morgengrauen hört T. ein lautes Plätschern am Heck. Die faszinierende Ursache der Geräuschentwicklung:Eine Schule von bestimmt 10 Walen, die den gleichen Generalkurs wie Kira laufen. Allerdings sind sie etwas schneller unterwegs als wir und verschwinden nach einer knappen halben Stunde vor uns am Horizont. Beeindruckend! Die Wettergötter zeigen sich weiter gnädig und bescheren uns den Tag über nord-östliche Winde zwischen 3 und 5 bft. – was will man mehr. Der ganze Tag verläuft ansonsten relativ ereignislos und wir ziehen gemächlich unsere Bahn durch den Nordatlantik. Zum Abend gibt es Kartoffelspalten mit Knoblauchdipp. So far…

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