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Leben auf tonganisch

Leider hatten wir ein paar kleine technische Probleme mit unserem Blog, so dass ein paar Eintraege undFotos verloren gegangen sind. Jetzt laeuft aber alles wieder und es geht weiter wie gewohnt. Wir waren ziemlich fleissig in den letzten Tagen und das Bad erstrahlt jetzt in weisser Farbe, eine neue (geliehene) Starterbatterie ist montiert und ein paar Kabel in den Tiefen der Bordelektrik wurden ausgetauscht. Und wenn ihr wissen wollt was ansonsten so die letzte Woche in Tonga passiert ist, lest mal den Blog der SY Thor, die sehr ausfuehrlich ueber unsere gemeinsamen Erlebnisse berichtet haben:
Thor in Tonga

Cheers mates!

Es ist soweit!!!!

Lange…erstaunlich lange sind wir verschont geblieben, waehrend ausnahmslos alle befreundeten Boote, die auch in den Pazifik gegengen sind sich mit diesem Problem schon auseinander setzen mussten…..einige gar schon in Suedeuropa. Und was haben wir die anderen immer verspottet……. Gestern abend jedoch entdeckte Christine in unserem Bad eine KAKERLAKE!!!!. AHHHHHHH….nunja, erstens handelt es sich um eine dieser grossen fliegenden (wir gehen daher davon aus, dass sie irgendwo in Tomga an bord geschwirrt ist und keine Kollegen dabei hat….) fangen liess sie sich leider nicht…erstaunlich schnell diese Tierchen…..man konnte gar nicht so schnell schauen, wie sie sich ins Vorschiff gefluechtet und versteckt hatte…..und zweitens waere es ja auch ungewoehnlich wenn „Kira die einzigen 20qm in den Tropen ohne Kakerlaken beherbergen wuerde“ (Zitat Christian). Naja, was hilfts. Wir werde das Gift, dass wir seit Spanien vorsorglich in der Reservelast fahren auslegen und uns noch ein paar Kakerlakenfallen kaufen – sogenannte „Kakerlakenhotels…man kann ein-, aber nicht mehr auschecken“….also akls Kakerlake…:-) Heute nachmittag sind wir in Lape ankerauf gegangen, um zurueck nach Neiafu zu segeln..Das von uns vorgestern besuchte traditionelle tonganische Fest mit ueberm Feuer gegrillten Schweinen und um Umu (Erdofen) gegarten Beilagen war grandios…..im Anschluss gabs auf dem „oeffentlichen Ferseher“ noch eine Uebertragung des Rugbyspiels zwischen Neuseeland und Australien zu sehen….das konnten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen – schliesslich werden wir wohl in Neuseeland noch des oefteren mit dieser Sportart konfrontiert werden. So sassen wir dann auch gegen halb elf gemeinsam mit Christian, zwei australischen Seglern und der maennlichen Dorfgemeinschaft voller Erwartung vor der Roehre…..war echt ganz interessant, wobei die Regeln doch schon recht kompliziert anmuten…Als wir heute in einer missgluekcten Wende (festgestampft…und wir muessen die Genua beiom Ueberstaggehen ja nunmal einrollen wegen des Semikutterstages) den Motor starten wollten sagte der leider NIX…hmm…nach einer 1 stuendigen Fehlersuche konnten wir die Starterbatterie als Uebeltaeter identuifizieren…die ist (mindestens) 6 Jahre alt…sie hat damit den Ruhestand wohl verdient. Wo wir eine neue herbekommen wissen wir auch schon und fuers erste haben wir unsere 23 Pferde mit einer der Verbraucherbatterien zum Leben erweckt. Heute abend wollen wir den Sunsetgrill aufsuchen, um uns einen dieser legendaeren Cheesebuerger zu goennen……yammi. Joah und so langsam avber sicher beginnen wir, aufs Wetter fuer den Trip nach Neuseeland zu schuielen…in diesem Sinne…CHEERS MATES!

Picnic Island

Nach der für heute morgen 9 Uhr angesetzten Törnbesprechung mit Christian und Christine (SY Thor) haben wir uns gemeinsam entschieden Neiafu vorübergehend den Rücken zu kehren und uns mal die Ankerplätze mit den etwas unromantischen Namen 7 und 8 in der Vava U-Gruppe näher anzusehen. Seitdem die beiden größten Charterfirmen Moorings und Sunsail hier in Tonga Stützpunkte eröffnet haben, wurden nämlich die ursprünglichen Namen der Ankerbuchten zwecks einfacher Orientierung in Nummern umgewandelt. Klingt zunächst etwas dämlich, ist aber zeitweise wirklich praktisch, da die lokalen Bezeichnungen wirklich schwer zu merken sind. Nach einem kurzen Einkauf im Dorf (heute völlig überlaufen von erschreckend weißen Kreuzfahrtouristen :-)) sind wir dann gegen 12 Uhr ankerauf gegangen und bei einem perfekten Segelwind die ca. 5 Meilen in Richtung Süden gesegelt. Da es hier zwischen den kleinen Inselchen quasi keine Welle gibt, war das Segeln natürlich aller erste Sahne und läßt schnell vergessen, das wir eigentlich mitten im Südpazifik sind. Da es im örtlichen Chinesensupermarkt leider keinen Joghurt gab, den wir allerdings dringend für das geplante Dönerdinner heute Abend benötigen, ist Claus auf dem Weg noch kurz mit dem Dinghi beim Kreuzfahrtschiff Pacific Jewel der P&O Rederei vorbeigefahren um dort die fehlende Zutat zu schnorren. Allerdings wurde er ziemlich schroff mit den Worten „Please leave now“ vom jungen diensthabenden Offizier abgewiesen und ohne Joghurt zurück zur Kira geschickt. Tja, werden wir wohl mal wieder inprovisieren müssen. Ja, und jetzt liegen wir hier vor einem Traumsüdseestrand, auf der Thor wird das Abendessen vorbereitet und im Anschluss ist nach langer Zeit mal wieder ein ordentliches Lagerfeuer am Strand geplant. Bis auf eine amerikanische Yacht haben wir das schöne Fleckchen hier auch für uns alleine und werden somit wohl ungestört bleiben. Tonga gefällt uns sehr…so viel ist jetzt schon sicher.

Cheers mates!