Der Duft Smyggehamm

Donnerstag, 11.9.2008

Gegen halb 6 wird es langsam wieder hell, doch der Himmel ist bedeckt. Bald verzieht sich Lisa in die warme Koje, während Claus nun wachbleibt. Der Schiffsverkehr wird wieder dichter, man bemerkt die Nähe zu Trelleborg.
Am frühen Morgen kann Claus dann auch das Groß setzen und Kira spurtet über das Wasser. Bei einem gewagten, aber so geplanten Ausweichmanöver vor einer Fähre holt sich Claus den Kick um trotz wenig Schlaf wachzubleiben.
An diesem Morgen steht noch ein kleines Jubiläum an: Kiras Logge zeigt nun 10.000 Seemeilen an, wobei ein großer Teil davon innerhalb der letzen 6 Wochen weggetickt wurde.
Nach und nach klart sich der Himmel auf und als wir gegen 13 H in den kleinen Hafen von Smyggehamm einlaufen, scheint die Sonne und es wird richtig warm.
Wir finden einen Liegeplatz und direkt nach dem Gang zum Hafenmeister, führt Claus Weg in die am Hafen gelegene Fischräucherei. Wir picknicken am Hafen, es gibt geräucherte Makrelen, Stremellachs und köstliches Olivenbrot.
Den Nachmittag nutzen wir zum Faulenzen in der Sonne, um uns von der Nachtfahrt zu erholen. Ein großer Nachteil des Hafens wird uns direkt deutlich: ein fauliger Geruch hängt ständig in der Luft, wird in Wellen stärker…auch das Wasser im Hafen blubbert ab und an seltsam und komische Gebilde steigen nach oben…außerdem wird davor gewarnt, zu angeln.

Gegen 16 H brechen wir auf, um den Supermarkt, angeblich in 500 m Entfernung, aufzusuchen und vor allem eins einzukaufen: Mineralwasser! Doch nach einem kleinen Fußmarsch finden wir zwar den versprochenen Supermarkt, doch dieser befindet sich leider gerade im Umbau und wird erst am 23. Oktober wiedereröffnen. Also machen wir uns etwas frustriert auf den Rückweg und gönnen uns am Hafenkiosk ein Eis und kühle Getränke. Danach folgt die endgültige Ernüchterung, was diesen Hafen betrifft: die Duschen und Toiletten sind in einem völlig indiskutablen Zustand, so dass uns selbst die Tatsache, dass man zum Duschen keine Münzen braucht, nicht dazu bewegen kann, diese Grotten zu betreten.

Stattdessen machen wir auf Kira klar Schiff und beehren noch einmal die Fischräucherei. Dort können wir ein Nussbrot erstehen…ganz vorzüglich und die perfekte Ergänzung zu unserem Salat.
Danach nutzen wir den Stromanschluss für einen Filmabend: Zur Einstimmung zunächst wieder einmal die „Madagaskar Pinguine“ (auf besonderen Wunsch des Skippers), danach „Reservoir Dogs“.

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