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Die Sache mit der „Grand Surprise“……

Als wir gestern wie abgemacht (17:00 plus) nach einem kleinen Zwischenstop und Hinano bei Gary an Pauls Haus ankamen verschlug es uns beiden beinahe die Sprache; das Haus war aufgeraeumt und geputzt bis in den letzten Winkel, der Strom war wieder aufgeladen und einladend waren Stuehle um einen mit reichlich Blumen dekorierten Tisch gestellt; dazu Unmengen Nuesse, Chips und Pistazien. In einem Nebenraum ein weiterer zum Essen gedeckter Tisch…….Kaestenweise (!!!) eiskaltes Hinano war im Kuehlschrank und kurze Zeit spaeter kamen Pauls Bruder Taufa (der Dorfpolizist) nebst Sohn, Servi und Marcel……Nach ein paar Runden Bier packte der Ordnungshueter dann seine selbstgebastelte Ukulele aus und los gings……auf dem Laptop seines Sohnes sahen wir uns gemeinsam die Bilder unseres „grand trips“ an und ganz nebenbei malte uns Taufa noch ein Bild einer Frangipanibluete, das wir auf Kira aufhaengen sollen, bevor das Essen serviert wurde: Zart gegartes Huehnchen in einer koestlichen Sauce, dazu Reis und Salat aus Servis Garten..zu trinken ein Flaeschen Wein…ohhhhhh yaeh! Der Abend endete dann natuerlich feucht froehlich mit weiteren Einladungen einem kleineren Dingimalheur. Daniel hat noch eine weitere Nacht in Kiras Cockpit geschlafen, da es ihm einfach so gut gefallen hat. Heute waren wir dann in Taufas Haus, wo Tim vergeblich versuchte, einem Flachbildfernseher neues Leben einzuhauchen…leider fehlte das noetige HDMI-Kabel…..schade….nun, danach gings nach kurzem Zwischenstop bei Paul zu Servis Familie, um den Gemuesegarten zu sehen und seine gesamte Familie kennen zu lernen. Hier gab es dann fuer uns Salat, Tomaten und eine Bananenstaude (die einzige aus dem Garten!), selbstangebaute Weintrauben und ein paar tiefgefrorene Fische und leckeres selbstgemachtes Eis…ufff! Die Gastfreundlichkeit kennt hier wirklich keine Grenzen. Irgendwann deutete Servis Mutter auf einen alten Peugeot, der „broken“ sei….ob wir nicht mal schauen koennten…gesagt – getan. Servi brachte Werkzeug und wir starteten durch als KFZ-Mechaniker……leider konnten wir auch hier nicht wirklich ein vollendetes Werk vollbringen. Und daher mal an die sachkundigen Leser (vielleicht Joey oder Malte): Problem: kurzgesagt…die Karre startet nicht, der Motor dreht nicht, der Starter funktioniert, Batterie und Tank sind voll, Kerzen in Ordnung; Anschieben geht nicht, da scheinbar im Motor irgendwas blockiert, sobald man die Kupplung kommen laesst…..also….wenn jemand ne Idee hat bitte ne Mail an unseren Webmaster Frederik oder direkt an uns…… Morgen ist auch wieder volles Programm: Da ein Flugzeug aus Tahiti kommt, muss Taufa als „Official“ zum Airstrip und nimmt uns mit, um uns den „Flughafen“ zu zeigen…und nachmittags kommen dann alle zum Kaffee auf Kira, wo Taufa im Anschluss auf unserem COBB Haehnchen fuer alle grillen will…..ob wir hier wohl jemals wegkommen….?!? Geplant ist unsere Abreise nun fuer Sonntag nach dem Gottesdienst.. Jetzt sind wir wieder zurück auf Kira und genießen mal Ruhe, Frieden, Privatsphäre und typisch deutsche Currywurst 🙂

In diesem Sinne CHEERS MATES!

Die letzten Tage….

….waren mehr als bloss interessant! Als wir Paul, Servi und Daniel vorvorgestern bei uns zum Abendessen an bord hatten, fragten sie irgendwann, ob wir mit unserem Dinghy nicht alle mal rueber auf die andere Seite der Lagune fahren koennten, um ein paar Kokoskrabben zu holen…..das waere eine Delikatesse….hmm……mit 5 Personen 7 Meilen…….naja…bei nen bischen zu viel Wind kann das scheisse ausgehen…da haben wir vorgeschlagen, doch einfach mit Kira rueber zu fahren, zu ankern und eine Nacht dort zu bleiben….um eine lange Geschichte kurz zu machen….aus einer Nacht wurden drei.. (einmal am dritten Tag mit dem Dinghy zu zweit Sachen aus der Village geholt). Wir lagen vor zwei unterschiedlichen Motus (Vai-Ratea und Tatake) vor Anker, wurden am Strand mit Kokoskrabben und anderen lokalen Speisen bekocht, fuhren mit dem Dinghy zu weiteren Motus (etwa Co-Ta-Taha, Mahuehue), schwammen, harpunierten, angelten vom Boot aus….kurzum……PERFECT DAYS! Nebenbei hat Daniel (Artist) noch unsere Namen mit ner Machete in zwei Palmen eingeritzt….“grand souvenier….“…..morgen wird Kiras hoelzerne Pinne mit lokalen Motiven versehen…:-) Unsere lokalen Freunde freuten sich unglaublich ueber alles was wir kochten und waren ausgesprochen interessiert an Europa, Deutschland, technischen und geographischen Fragen (nachts unterhielten sie sich etwa ueber Satelliten und erklaerten sich gegenseitig Sternenbilder) – als wir ihnen zum Beispiel Bilder von Deutschland und der Islandreise 2008 zeigten, meinte Servi „I understand….I saw Reportage…!“….und ihre Lagune kennen sie echt wie ihre „Westentasche“….jeder Stein, jede Untiefe ist ihnen bekannt. Auch unserer „proper Cafe“ aus Panama sorgte fuer grosse Freude; vorhin zum Abschied gabs noch eine selbstgebastelte Harpune als Geschenk, was wir mit einer Langmachete beantworteten……heute abend sind wir in Pauls Haus zum Essen….und es gaebe eine „grand surpise“……we ll see. Waehrend der gesamten Zeit an bord war es….obwohl wir ja immerhin insegsamt 5 Personen waren staendig vollkommen aufgeraeumt und sauber…Paul wurde nie muede, Eimer um Eimer Wasser ins cockpit zu kippen und alle Sachen direkt nach Gebrauch an ihren Platz zurueck zu legen….wenn wir da an die Ordnung an bord waehrend der Panamakanalpassage mit 5 Leuten denken…heiheihei….:-) Morgen bekommen wir alle Tanks mit Regenwasser gefuellt und Fruechte und Salat aus Servis Garten….sogar Bananen (laut Servi die einzige Bananenpflanze auf den Toamotus) pflanzt er hier an……wir haben grad mal unsere Schapps und Backskisten durchwuehlt und allerlei Zeug rausgesucht, was uns nuetzlich fuers Leben auf den Motus erscheint und wir irgendwie entbehren koennen….und es gibts noch mehr Reaggeecds…(wir haben CDs mit polynesischer Musik bekommen). Ja, und uebermorgen……uebermorgen wollen wir dann eigentlich mal weiter nach Papeete…..Billabongsurfcontest, Lasse von der SY Aud treffen und so…..die Windvorhersage sieht gut aus…we ll see what happens……und weils lokal ist statt CHEERS MATES diesmal zum Ende „MANUHIA MATES!!!“

PS.: RANCHO, ihr werdet hier erwartet….Pass geht wohl bei wenig Schwell waehrend slack auch ohne Motor…..nen Versuch ists wert…sonst weiter nach Fakarava….da ist die Barracuda auch ohne Motor reingekommen……

Aufregende und interessante Erlebnisse…..

…liegen hinter uns. Und natuerlich liegen wir immer noch vor der Village vor Anker…..und das kam so: Vorgestern in den fruehen Abendstunden begaben wir uns an Land, um uns zum Abend im Magasin ein eiskaltes Hinano zu goennen……da laedt uns ein Local in sein Haus ein……irgendwann kam auch noch sein „brother“ (eigentlich cousin) dazu…..unsere Einladung zum Abendessen an bord wurde dankend angenommen und so sassen wir schon bald im dunklen im Dinghy und suchten unseren Weg durch die Korallenkoepfe. Auf dem Weg kam uns die Idee, doch auch unseren franzoesischen Meeresbiologen Gary von der SY Sarah einzuladen….nun, der hatte gerade gekocht und lud uns alle zu sich ein. Wir schmissen nen bisschen Cortez in die Runde und es wurde ein spannender Abend, der mit einer Einladung zu einer „Inselfuehrung“ am naechsten Tag endete. So fanden wir uns gestern morgen am Haus von Paul und Daniel ein…..Daniel lag entgegen seiner Ankuendigung vom Vorabend noch im Bett…jaja…..der Cortez, doch neben Paul war noch Servi (der nette Typ von vor nen paar Tagen) da. Zunaechst wurde uns im Palmenhain die Kopraproduktion anschaulich erklaert, Cocoswasser, Coconuts diverser Reifegrade kredenzt und alles ueber die Kultivierung und Aufzucht der Palmen erklaert (ein 50 kg Sack Kopra .. 4 Nuesse machen etwa 1 kg .. bringt etwa – je nach Qualitaet 70-90 US$). Nach einem kleinen Kampf zwischen Pauls Hund Marie und einer Landkrabbe ging es weiter zum Palmenherzen essen …..da wird einfach ne 5 jaehrige Palme gefaellt, um an die begehrte Delikatesse zu kommen…..danach Palmenmattenflechten (waterproof, waterproof), bevor es zum Muschelsammeln zum Aussenriff ging……hier gab es auch Seeigeleier aus dem gerade geknackten Tier mit den Fuessen in der Brandung und dem Wind im Haar. Zurueck bei Pauls Haus, beladen mit unseren Mitbringseln vom Riff und Trinkkokosnuessen wurde uns bedeutet, dass Servi eben was fuer uns von seinem Haus holen wolle…..kurze Zeit spaeter war er zurueck und ueberreichte uns frischen Salat, Tomaten und……EINE BLACKPEARL!!!! YEAH! Wirklich unglaublich gastfreundliche Menschen….Unsere frischgesammelten Schnecken (vom Aussehen großen Weinbergschnecken sehr aehnlich) liessen wir uns dann zum Abendessen schmecken…in einer leckeren Sahnecurrysauce, dazu den frischen Salat und….Pommes….hehe:-) Gleich werden wir mal an Land, um ein paar Gegengeschenke zu ueberbringen…..Servi bekommt ein Messer und Paul Reaggee-Cds…..mal sehen, obs ankommt. Die Tage kommt auch der Inselversorger und Kopraschoner…..es bleibt also interessant. Mal schauen, wann wir hier wegkommen…….in diesem Sinne CHEERS MATES!

PS.: RANCHO….wir haben euch hier angekuendigt….ihr werdet erwartet….am Pier rechts ab und viertes Haus rechts….by the way…..unsere Freunde kannten auch Martin von der SY Just do it und Vati (den Tatooartist) von Tahuata…..kleine Welt….