vor-dem-wind.de

Der Wind macht was er will

Der 1. Weihnachtstag beginnt mit Flaute…und zwar Komplettflaute. Kein Lüftlein regt sich und wir dümpeln träge in der Restsee hin und her. Nachts haben uns noch Regen und Gewitterböen auf Trab gehalten, aber im Morgengrauen ist wirklich Totenstille. Allerdings nicht lange: Eine knappe Stunde später kommt Wind auf und zwar aus Nordwest. Am Wind geht es also mit gut 5kn weiter Richtung Barbados. Doch auch diese Episode ist nur von kurzer Dauer. Bereits 2 Stunden später gibts zur Abwechselung (nach einer kurzen Flaute) mal Südwestwind…also wieder Amwindsegeln, diesmal nur auf dem anderen Bug. Und damit uns nicht langweilig wird dreht der Wind dann wenig später über Süd überraschenderweise auf Ost. Allerdings nicht ohne vorher auf gute 7 bft. zuzulegen. Aber immerhin sind wir zu dem Zeitpunkt so schnell, dass uns bereits 10 Sekunden nach Ausbringen der Schleppangel eine uns unbekannte Fischspezies an den Squid geht. Irgendwie sieht das Teil unappetitlich aus und so befördern wir es kurzer Hand zurück ins Meer. Bereits 10 min später erfolgt der nächste Biss…diesmal ziehen wir eine kapitale Golddorade an Bord. Nach dem üblichen unausweichlichem Gemetzel gibts es dann also Fischbrötchen zum Abendbrot. Und wenn wir mal zusammenrechnen: Gestern 3 Fische, heute 2 Fische….ich denke wir liegen bei der FARC eindeutig in Führung. Aktuell ist der Wind übrigens wieder komplett eingeschlafen, und wir treiben mit 0,8 kn Richtung Amerika. Sollte es in dem Stil weitergehen, werden wir wohl rechtzeitig zum Ostereier suchen in der Karibik ankommen. Aber was solls…Trinkwasser haben wir noch ausreichend und dank unserer ausgeprägten Angelkünste sollten wir auch nicht verhungern. Letztes Etmal: 81 nm, Distanz zum Ziel: 1137 nm.

Cheers mates!

Der Wind macht was er will

Der 1. Weihnachtstag beginnt mit Flaute…und zwar Komplettflaute. Kein Lüftlein regt sich und wir dümpeln träge in der Restsee hin und her. Nachts haben uns noch Regen und Gewitterböen auf Trab gehalten, aber im Morgengrauen ist wirklich Totenstille. Allerdings nicht lange: Eine knappe Stunde später kommt Wind auf und zwar aus Nordwest. Am Wind geht es also mit gut 5kn weiter Richtung Barbados. Doch auch diese Episode ist nur von kurzer Dauer. Bereits 2 Stunden später gibts zur Abwechselung (nach einer kurzen Flaute) mal Südwestwind…also wieder Amwindsegeln, diesmal nur auf dem anderen Bug. Und damit uns nicht langweilig wird dreht der Wind dann wenig später über Süd überraschenderweise auf Ost. Allerdings nicht ohne vorher auf gute 7 bft. zuzulegen. Aber immerhin sind wir zu dem Zeitpunkt so schnell, dass uns bereits 10 Sekunden nach Ausbringen der Schleppangel eine uns unbekannte Fischspezies an den Squid geht. Irgendwie sieht das Teil unappetitlich aus und so befördern wir es kurzer Hand zurück ins Meer. Bereits 10 min später erfolgt der nächste Biss…diesmal ziehen wir eine kapitale Golddorade an Bord. Nach dem üblichen unausweichlichem Gemetzel gibts es dann also Fischbrötchen zum Abendbrot. Und wenn wir mal zusammenrechnen: Gestern 3 Fische, heute 2 Fische….ich denke wir liegen bei der FARC eindeutig in Führung. Aktuell ist der Wind übrigens wieder komplett eingeschlafen, und wir treiben mit 0,8 kn Richtung Amerika. Sollte es in dem Stil weitergehen, werden wir wohl rechtzeitig zum Ostereier suchen in der Karibik ankommen. Aber was solls…Trinkwasser haben wir noch ausreichend und dank unserer ausgeprägten Angelkünste sollten wir auch nicht verhungern. Letztes Etmal: 81 nm, Distanz zum Ziel: 1137 nm.

Cheers mates!

Es kommt dann doch anders…..

Heut` wars dann also soweit…der heilige Abend auf See…mitten aufm Atlantik…ausweislich des AIS nix um uns rum – auch unsere Freunde von Rancho, Ninita, Nubia und Hitch sind nen paar Meilen entfernt…allein auf weiter Flur also! Nach Beendigung unserer Wachen um 15:00 UTC gings auch sogleich an die Vorbereitungen für unser Weihnachtsessen (noch erfreuten wir uns an trockener Witterung und äußerst moderaten Seegangsverhältnissen…NOCH!): Zwiebeln anbraten, das Wildschwein mit rein, Kartoffeln schälen, Angeln für die Vorspeise, Duschen aufm Vordeck usw…gegen 16:00 UTC hatten wir dann auch tatsächlich eine adäquate Golddorade an einer der beiden Schleppangeln, die ausgenommen sofort mit dem spontan verliehenen Namen „heutige Vorspeise“ in die Kühlung wanderte (JAAA, wir haben Strom für die KÜHLUNG….!). In der nächsten halben Stunde hatten wir dann noch zwei Kollegen unserer Vorspeise am Haken, denen wir jedoch dem Gebot christlicher Nächstenliebe und dem Umstand, dass das Wildschwein für die Haupspeise ja schon in der Pfanne lag die Freiheit schenkten – die Schleppangeln kamen dann auch rein. Tja und dann ´, dann fing es irgendwann an, zu regnen und signifikant aufzubriesen….der Wind drehte auf SE und das Leben an bord wurde merklich unangenehmer…..Um 17:30 war dann Bescherung: Von der Rancho gabs ne CD mit kapverdischer Musik und von Tamora ein paar geile Feuerzeuge! DANKE….. Des weiteren gabs noch nen KAPVERDEN-Trickot und eingelegte Chillis von den Kapveren…NICE! Im Anschluss an die Bescherung war dann erstmal Sat-telefonieren mit den Familien im Regen im cockpit und mit Gefrierbeutel überm Satphone angesagt und dann….dann gabs auch Essen. Die Vorspeise in Form der in Butter mit Zwiebeln und Knoblauch angebratenen Golddorade an Tomaten brachten wir noch recht stil- und würdevoll am Tisch hinter uns. Doch als es dann an den Hauptgang (Wildschwein mit Zwiebeln in Portweinsauce, dazu Kartoffeln und Rotkohl (okay…i.E. warns doch rote Beete…;-)) ging, dachte Neptun sich scheinbar….“SO NICHT!“ und schickte uns ein paar nette Wellen, die zu einer nicht unerheblichen Menge an Wildschwein-Zwiebel-Portweinsauce auf dem Salonboden führten…hmmm…mitten beim Erhitzen der Speisen war dann noch der Petroleumtank des Kochers leer….arg…also nen guten dicken Schuss Alk. ins Vorheizschälchen…..“Muss reichen“…tja, der verselbsttändigte sich dann (brennend), was zu nett weihnachtlich schimmernden blauen Flammen in unserer Pantry führte, die wir jedoch problemlos mit einem Trockentuch löschen konnten….das Essen am Tisch war dann in erster Linie ein Balanceakt mit zwischenzeitlich umherfliegendem kleinen Tannenbaum……das ganze veranlasste uns dann auch im Ergebnis dazu, auf den geplaten Nachtisch in Form von mit Früchten gefülltem Crepes zu verzichten -morgen is ja auchnoch nen Tag. Und nach dem Essen waren dann Funkrunde und bloggen angesagt und nunmehr sitzen wir bei einem netten (KALTEN) kanarischen Weisswein im Salon und hören Weihnachtsmusikn im Wechsel mit David Gilmore…….All unseren Lesern eine frohe Weihnacht! Cheers mates!