Island Logbuch – Teil 21

Einsame Insel
Dienstag, 12.08.2008

Klingelingeling – 7:30 Uhr, Zeit zum tanken zu fahren. Wir starten die Maschine und motoren die 500 m quer über die Bucht zum Fischereihafen von Scalloway. Als wir uns auf dem Gelände der Icefactory auf die Suche nach Ian begeben, steht plötzlich Nick vom Vorabend mit einem riesigen Fisch-Kühlfahrzeug vor uns. Wir staunen nicht schlecht, er drückt sich plötzlich verständlich aus und kann sich seltsamerweise nicht mehr an uns erinnern. Da war aber jemand gestern wohl ziemlich betrunken…:-)

Einige Minuten Suchen und Nachfragen später müssen wir dann eine herbe Entäuschung hinnehmen. Ian ist nicht da – „er ist nach Lerwick gefahren, kommt aber gleich wieder“, werden wir vertröstet. Toll, da hätten wir ja doch ausschlafen können.

Eine Stunde später sind die beiden Tanks dann aber tatsächlich wieder voll und wir sitzen in Ians kleinem Büro in der Icefactory um die Rechnung zu begleichen.. 95 €-Cent werden für den Liter gefärbten Diesel fällig, anderen Sprit gibt es hier nicht. Mit unserer EC-Karte kommen wir wie schon vermutet mal wieder nicht weiter. Ian ruft zwar, wie schon der Autovermieter in Island bei irgendeiner Zentrale an um die Kartennummer durchzugeben, der Bezahlvorgang ist aber nicht erfolgreich. Doch kein Problem – Ian setzt sich und uns in sein Auto und fährt zum Geldautomaten!
Der Geldautomat steht in einem Supermarkt und mutet an wie eine Auflademaschine für Handyprepaidkarten, spuckt aber doch Geldscheine aus. Wir verproviantieren uns mit lokalem Rindfleisch, etwas Gemüse und füllen zurück im Scalloway-Boating-Club noch den Trinkwassertank nach.

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Um 12 Uhr gehts dann unter Genua bei 20°C und Sonne raus in die faszinierende Inselwelt der Shetlands. Endlich wieder Segeln im T-Shirt. 2 Meilen weiter fällt der Anker in der einsamen Tangi Voe auf der Insel Papa.

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Papa ist nur von Schafen bewohnt, ein einsames verfallenes Steinhaus steht am Rande der Bucht. Schnell ist das Dinghi aufgebaut und wir nehmen die kleine grüne Insel zumindest für heute in Besitz.

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Zur Nacht entfachen wir in der verlassenen Hütte ein Lagerfeuer aus Treibholz und genießen die Atmosphäre mit einem guten Schluck Vino de Tavola, während uns die Inselschafe etwas argwöhnisch beäugen.

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