Island Logbuch – Teil 24

Ölig
Freitag, 15.08.2008

05:15 Uhr

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Seit ca. 8 Stunden läuft jetzt die Maschine mit 1700 U/min. Der Wind hat uns komplett verlassen und die See erscheint im anbrechenden Tageslicht ölig, durchzogen von einer langen Dünung. Um uns herum Plattformen und Tanker auf Rede, die eindeutig bestätigen, dass wir uns wieder dichter besiedelten Gebieten nähern. Die Flamme einer Gasplattform an Steuerbord erleuchtet den Horizont. 3,9 kn, 131°.

19:00 Uhr

Etmal 95 Meilen. Nach einem kurzen Segelversuch heute Vormittag, der uns auf eine harte Kreuz geschickt hätte, ist der Wind wieder komplett eingeschlafen. Seitdem dröhnt wieder die Maschine und schiebt uns mit 5,1 kn Richtung 133°. Sieht ganz so aus als würden wir unseren roten Diesel von den Shetlands doch noch rechtzeitig vor dem Erreichen deutscher Hoheitsgewässer loswerden. Noch gute 250 sm bis Sylt. Die See sieht aus wie das Plastikmeer aus der Augsburger Puppenkiste.

21:00 Uhr

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In freudiger Erwartung einiger warmen „Klischee-Sommerurlaubstage“ auf Sylt schielen wir auf die vor uns liegende Seekarte 2182B. Wir sind immerhin schon auf einer Karte mit unserem Ziel. Hoffentlich kommt bald etwas Wind!

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23:15 Uhr

Wir sitzen gerade bei einem angeregten Gespräch im Salon, als es auf UKW-Kanal 16 knackt und eine Stimme ertönt: „Vessel in position ….“. Eindeutig! (Klick für Audiomitschnitt) Wir sind gemeint. Wir melden uns und werden auf Kanal 06 gebeten. Dort wird uns dann erklärt, dass das vor uns durchgehende Schiff „Ramform Vanguard“ ein seismisches Forschungsschiff ist, welches 6000 Meter! lange Kabel hinter sich herschleppt. Wir sollen in mindestens 5 nm Abstand passieren. Schon praktisch so ein UKW-Gerät. Wir möchten uns erst gar nicht vorstellen, wie es ist sich in einem solchen Kabel mit der Schraube zu verheddern.

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