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Stavoren bis Lemmer

Durch die Schleuse in Stavoren sind wir dann gestern doch nicht mehr gekommen, da wir erst gegen 22 Uhr angekommen sind. Trotzdem war das zweite Abschiedsfest wie zu erwarten ein voller Erfolg. Heute ist das Wetter endlich ein bißchen besser, zwischen einigen Regenschauern scheint sogar mal die Sonne und es wird warm. Aktuell sind wir auf dem Weg nach Lemmer, leider erneut unter Maschine, da der Wind komplett eingeschlafen ist. Der weitere Plan steht noch nicht ganz fest, wir wollen aber so langsam mal etwas Strecke in Richtung Süden machen.

P.S.: derzeit gibt es glücklicherweise keine neuen Katastrophen von Lada Depmark zu berichten, sogar der Motor scheint wieder zuverläßig zu funktionieren.

Grüße aus Holland

back to Ijsselmeer

Gerade sind auf dem Weg von Harlingen nach Stavoren. Dort wollen wir uns mit Claus`s Eltern, sowie Joey und Ilka zum Grillen treffen. Der gestrige Törn nach Harlingen entwickelte sich zu einem eher unschönenen Ereignis. Wir pirschten uns gerade über die Sände in Richtung der VL-Tonnen, als sich der Himmel verdunkelte, die Sicht auf Null ging und es anfing, zu hageln. Dank einer an Bord befindlichen Skibrille waren die Hagelkörner jedoch kein Problem. Lediglich, dass man fast nichts mehr sehen konnte war wirklich unangenehm.

Mathijs und Nikita haben nach wie vor Motorprobleme – ihr Diesel spuckt unter Last schwarzen Qualm und Öl…. In Harlingen wollte man erst am Montag einen Monteur an bord schicken; so kommen sie mit nach Stavoren und gehen morgen nach Lemmer (ihr Heimathafen), um die Reperatur dort vornehmen zu lassen. Auch sonst haben sie zur Zeit nicht wirklich viel Glück …:Gestern im Wattenmeer auf dem Weg von Vlieland nach Harlingen haben sie eine Tonne gerammt (Mathijs schaute gerade drinnen auf die Karte und rief der auf dem Vorschiff sitzenden Nikita zu, es sei eine Tonne irgendwo voraus…und dann…bumms…) und gerade eben beim Drehen vor der Brücke die Harlinbger Spuntwand mit drei Knoten frontal gerammt(Dies konnte auch durch das halbe Cafe vor der Brücke nur abmildert, aber nicht verhindert werden).Zudem hat sich Lada Depmark`s Vorleine gestern nacht bei auflaufendem Wasser an der Stange in der Spuntwand verfangen…als Mathijs aus der Kneipe (20 Meter vom Boot entfernt) zum Boot ging, um Zigaretten zu holen, fand er sein Boot mit 40 Grad Lage und dem Bug fast unter Wasser vor. So mobilisierten wir die gesamte Kneipe, alle Mann auf Lada Depmaerk und sie kam wieder frei (das gleiche ereignete sich heute mittag noch einmal in abgeschwächter Form.

Wir alle hoffen sehr, dass Lada Depmarks Motor in absehbarer Zeit repariert werden kann und Mathijs und Nikita weiter mit uns in südlicherere Gefilde segeln können; es gibt auch schon Überlegungen (für diesen Urlaub) eine Aussenborderhalterung an Lada Depmark zu installieren und unseren guten alten 9,9 PS Yamaha-Motor dran zu hängen; wir haben den Beiden gestern abend Bilder unbseres ersten Kanalinseltörns 2006 gezeigt….und das wollen sie unbedingt mit eigenen Augen sehen!

Das Wetter entwickelt sich; zwar nicht wirklich sommerlich, doch zumindest sieht es nicht mehr permanent nach Regen aus und zwischen den Wolken blitzt die Sonne hervor.

Es wird wohl recht seltsam werden, gleich durch die Schleuse in Stavoren zu gehen….x-mal gemacht an Wochenenden oder im Urlaub und nun rein für eine Nacht zu Beginn unserer doch etwas längeren Reise. Auf jedcen Fall werden wir morgen vor der Abfahrt gen Amsterdam nochmal ne Runde Kibbeling bei der uns bekannten und wirklich guten Fischbude am der Schleuse holen….

Cheers Mates!

Südlich von Vlieland

Im Seegatt van Terschelling fanden wir die Lada Depmarkmal wieder dohne Miotor driftend vor. Angesichts der optimalen Bedingungen pirschten wir uns übers Riff auf sie zu. Eine lange Leine war schnell übergeben und weiter ging die Reise für uns alle in Richtung des Priels südl. von Vlieland. Nachdem sich Kiras Anker in den Schlick gekuschelt hatte, heizten wir erstmal den Heckkorbgrill an und brieten uns die 12 Makrelen, die Lada Depmark auf See gefangen hatte (vorher ne kleibne Metzelei und Ausnehmerei auf dem Vorschiff); dazu gabs einen leckeren Salat. Als wir nach dem Essen bei einem Espresso gemütlich in der Kajüte sassen, kippte leider der Strom und es brieste merklich auf, sodass uns unser Ankerpäckchen (wohl ohnehin nicht gerade beste Seemannschaft) dann doch eher unvertretbar erschein; so legte Lada Depmar ab und fuhr ihr erstes eigenes Ankermanöver, worunter die Beziehung der Crew Lada Depmarks zueinander ein wenig zu leiden schien (zumindest klang es so auf UKW). Nach einigen Fehlschlägen lagen dann jedoch auch unsere holländischen Freunde fest und wir alle konnten schlafen gehen. Gleich gehts ankerauf und nach Harlingen. Lada Depmark ist bereits unterwegs, um in Harlingen die Hilfe eines professionellen Mechanikers für ihre Maschine in Anspruch zu nehmen. Morgen wollen wir uns mit unseren Freunden Joey und Ilka, sowie Claus`s Eltern irgendwo am Ijsselmeer treffen. Leider war eine unkomplizierte Kontaktaufnahme bisher in Ermangelung eines Handynetztes noch nicht möglich (vielleicht schreibt Ihr uns mal ne email an unsere sailmailadresse..!?!). Sodele, dann mal diese Zeilen ins Netz und ankerauf.

Cheers Mates!