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Island Logbuch – Teil 16

Wetterglück

Donnerstag, 07.08.2008

10:30 Uhr

Noch 80 nm bis zur Nordspitze der Färoer. Wie Frederik schon schrieb: Wir haben im Moment unverschämtes Glück mit dem Wetter. Wind  4 bft. aus Nord. Hin und wieder zeigt sich die Sonne. Seit fast 24 h haben wir an der Segelstellung nichts verändert. Die Genua zieht uns konstant mit 5 – 6 kn in die richtige Richtung (119°). Die See ist relativ ruhig, eine gleichmäßige Dünung aus Nord, etwa 1 Meter hoch rollt stetig unter Kira durch. Ich habe das Gefühl, dass es auch langsam etwas wärmer wird. Vielleicht können wir schon bald wieder das Cockpit „beziehen“.

Heute Nacht konnte ich im AIS die Fähre von den Färoerinseln nach Island ausmachen. Hat uns in 12 nm Abstand mit 18 kn passiert. Ansonsten kein Verkehr.
Heute Abend werden wir voraussichtlich das Handynetz der Färoer empfangen können und mal wieder eine Positionsmeldung nach Deutschland senden können.

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16:00 Uhr

Das Wetter zeigt sich weiter von seiner schönen Seite. 4 bft. von raumschots, 5 kn over ground, Sonne 18°C.
Wir machen uns zum Mittagessen ein leckeres Omelett mit den letzten Champignons, bevor sie verderben. Zr Zeit spielt sich das Leben an Bord aufgrund des schönen Wetter hauptsächlich im Cockpit ab. Wir werden regelrecht aktiv, schirmen das Cockpit mit einer Sturmfock vorm Wind ab und versuchen uns im Angeln.

20:30 Uhr

„Die dicke Anna sitzt im Boot“ tönt es aus den Lautsprechern, während Smutje C. ein leckeres Reisgericht erwärmt. Vor 10 min haben wir auf N62°,47′, W007°,23′ Land gesichtet – die Nordküste der Färoer-Inseln. Wir laufen 105° bei 4 Knoten.

Island Logbuch – Teil 15

Free Willy
Mitwoch, 06.08.2008

Im Morgengrauen hört T. ein lautes Plätschern am Heck. Die faszinierende Ursache der Geräuschentwicklung:Eine Schule von bestimmt 10 Walen, die den gleichen Generalkurs wie Kira laufen.

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Allerdings sind sie etwas schneller unterwegs als wir und verschwinden nach einer knappen halben Stunde vor uns am Horizont. Beeindruckend!

Die Wettergötter zeigen sich weiter gnädig und bescheren uns den Tag über nord-östliche Winde zwischen 3 und 5 bft. – was will man mehr.

Der ganze Tag verläuft ansonsten relativ ereignislos und wir ziehen gemächlich unsere Bahn durch den Nordatlantik. Zum Abend gibt es Kartoffelspalten mit Knoblauchdipp.

So far…

Island Logbuch – Teil 14

Es geht zurück
Dienstag, 05.08.2008

Bereits am frühen Nachmittag setzen wir die Behörden von unseren Intentionen heute auszulaufen in Kenntnis. Gegen kurz vor 18 Uhr kommt dann auch tatsächlich ein Beamter vom Zoll um uns auszuklarieren, was dann auch problemlos und zügig abläuft.

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Um kurz vor 20 Uhr starten wir dann schließlich den Diesel und funken die Segelyacht Seawulf an, die seit gestern hier im Hafen an einem Fischereischiff liegt. Eine 46er Bavaria Cruiser mit isländischer Familiencrew und englische Flagge und …der hohen Steuern wegen. Wir wollen uns noch einmal nach den aktuellen Wettervorhersagen aus dem Internet erkundigen. Der Skipper bittet uns es selbst anzuschauen und so geht Tim nochmal kurz „rüber“.

Um 10 Minuten nach 8 Uhr lösen wir dann zunächst die Spring, dann Vor- und Achterleine. Vorbei an Seawulf geht es durch den Fischereihafen in den vorgelagerten Fjord. An Deck der Bavaria stehen Markus samt Familie und winken uns hinterher.

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Die Passage der Ausfahrt verläuft anders als bei der Ankunft problemlos, obwohl trotz „Fast“-Slackwater noch ein Gegenstrom von 2 kn setzt.

„Draußen“ setzen wir sofort Segel, trimmen die Windfahne und nehmen Kurs auf die Nordpitze der Färoer-Inseln. Über UKW informieren wir die Islantic Coastguard, dass wir ihre Gewässer verlassen und bedanken uns für einen wunderbaren Aufenthalt auf Island. Zurück kommt :„Well Kira, have a safe trip home and make sure you’ll come back one day – over and out!“

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Wir setzen uns ins Cockpit und schauen in Richtung der im Dunst verschwindenden Küste. Das AIS zeigt: Wir sind alleine. Und so segeln wir in die erste Nacht auf See…

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